Ohne den verletzten Adrian Crisan muss Werder am Samstag in das Pokalfinale "Final Eight" gegen Zugbrücke Grenzau starten. Die Grün-Weißen besitzen somit im Duell gegen den Geheimfavoriten nur Außenseiterchancen und hoffen auf eine kleine Überraschung.
Es kann nur einen geben - und auch in diesem Jahr gehen die Tischtennisspieler von Borussia Düsseldorf wieder als große Favoriten in das Final Eight, das Liebherr Pokal-Finale am kommenden Wochenende, 20./21. Dezember, in Fulda. Der Titelverteidiger ist in der aktuellen TTBL-Saison noch ungeschlagen; entsprechend hoch sind die Erwartungen an die Mannschaft von Trainer Danny Heister. Allerdings müssen Rekord-Europameister Timo Boll und Co. weiterhin auf die Mithilfe des deutschen Nationalspielers Patrick Franziska verzichten, der nach seiner Fußverletzung bei den kontinentalen Titelkämpfen in Portugal erst seit einer Woche wieder am Tisch steht. Trotzdem wird der 22-Jährige es sich nicht nehmen lassen, zum Daumendrücken mit nach Fulda zu kommen, wo Franziska in der vergangenen Saison selbst noch aufschlug.
Die osthessische Barockstadt ist erstmals Ausrichter des Pokal-Finals, entsprechend erhofft sich der gastgebende TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell einen Heimvorteil. Schon in den vergangenen beiden Jahren stand die Mannschaft um Abwehrspezialist Wang Xi den Borussen im Endspiel gegenüber, das Düsseldorf jeweils gewann. Beide Teams waren durch ihre Finalteilnahme 2013 für das Final Eight 2014 gesetzt. Die anderen sechs, ebenfalls mit zahlreichen internationalen Spitzenspielern bestückten Mannschaften mussten sich dagegen
qualifizieren. Außer den fünf Erstligisten Werder Bremen, TTC Zugbrücke Grenzau, 1. FC Saarbrücken TT, TTF Liebherr Ochsenhausen sowie Post SV Mühlhausen gelang das auch dem Zweitligisten TTC indeland Jülich, 1983 schon mal Pokalsieger, der trotz seines Achtelfinaltriumphs über den TTBL-Club TTC matec Frickenhausen damit als klarer Außenseiter an den Start geht.
Doch selbst Topstar Boll warnt, dass keine Partie in der mehr als 3000 Zuschauer fassenden Esperantohalle ein „Selbstläufer" werden wird. Und auch sein Coach Heister betont: „Wir schauen von Spiel zu Spiel." Das erste steht für seine Mannschaft bereits in der ersten Viertelfinalrunde am Samstag ab 14.30 Uhr gegen den aktuellen Liganeunten Post SV Mühlhausen aus Thüringen auf dem Programm. Gleichzeitig trifft Grenzau, das als momentan härtester Verfolger des Spitzenreiters in der TTBL beim Pokalfinale als Geheimfavorit gilt, auf Werder Bremen. Im zweiten Viertelfinal-Abschnitt (ab 17 Uhr bekommt es der Zweitligist ausJülich mit dem 1. FC Saarbrücken, Pokalsieger in der Saison 2011/12, zu tun, und die Fuldaer Gastgeber treffen auf Ochsenhausen. Die Halbfinals stehen am Sonntag ab 13 Uhr an, das Finale um den Pokal wird im Anschluss ausgetragen.
(Quelle: TTBL)