Wenn ein Match so richtig in Fahrt kommt, ist Werders Trainer Cristian Tamas zur inneren Ruhe gezwungen. Außer aufmunternden Beifall und einem Time-Out als letzte Maßnahme zur Korrektur darf der Trainer das Spielgeschehen nicht weiter beeinflussen, Tipps und Hinweise zwischen den Ballwechseln provozieren Ermahnungen von Seiten der Schiedsrichter. Dies wird sich ab der nächsten Bundesliga-Saison ändern. Der als Pilotprojekt gedachte Beschluss der Ligaversammlung erlaubt ab sofort ein korrigierendes Eingreifen des Trainers innerhalb eines Satzes - so lange dabei natürlich der faire Umgang mit Spieler und Gegner eingehalten wird. Taktische Hinweise oder aufmunternde Worte sollen für ein emotionaleres Spielgeschehen sorgen und dem Trainer mehr Möglichkeiten zur Einflussnahme bieten. Als Ausgleich entfallen die Pausen nach dem ersten und dritten Satz, das Spiel nimmt dadurch also an Tempo zu. Sascha Greber blickt gespannt auf die Veränderungen innerhalb der Box: „Für unseren Trainer ist dies sicherlich eine Umstellung, zumal auf internationaler Ebene die alten Regeln weiter Bestand haben. Wir verfolgen die Entwicklung mit Interesse, in einem Jahr werden wir sehen ob diese Maßnahme förderlich für das Spiel gewesen ist."
Die neue Saison verspricht also einige Veränderungen rund um den kleinen weißen Ball. Unverändert bleibt dabei natürlich die Zielsetzung der Grün-Weißen, in jedem Spiel das Optimum herauszuholen um sich so in der Liga weiter nach vorne zu kämpfen. Ob nun das „Final Eight" oder das Finalspiel zur Deutschen Meisterschaft - Werders Tischtennis-Quartett wird alles daran setzen die Neuerungen hautnah mitzuerleben.