Den Schlussakt zu dieser aufregenden Saison sollte dann Constantin Cioti liefern. Sichtlich motiviert durch die Leistungen seiner Teamkollegen legte „Costa" gegen Tiago Apolonia ein unglaubliches Tempo vor und entzauberte die Abwehrkünste seines Gegenübers immer wieder. Nach zwei gewonnenen Sätzen wurde Cioti jedoch zunehmend nervöser, was sein Gegenspieler eiskalt zu nutzen wusste. Trotz mehrerer Matchbälle holte sich Apolonia Satz drei, und auch im vierten Satz hatte der in seinem letzten Spiel für Ochsenhausen spielende Portugiese das bessere Ende für sich. Aber „Costa" kämpfte, und er wurde belohnt. Mit einer 10:7-Führung im Rücken nutzte Cioti den zweiten Ball zum Sieg und zur Meisterschaft für die Grün-Weißen. Die etwa 2.500 Augenzeugen waren sich einig, dass mit Werder Bremen ein würdiger Nachfolger für Borussia Düsseldorf gefunden war, mit fantastischen Einzelkönnern und einer überragenden Teamleistung holen die Bremer die Trophäe somit nach Bremen.
Aus Frankfurt berichtet Florian Schwarz
SV Werder Bremen - TTF Liebherr Ochsenhausen 3:0
(Endspiel Deutsche Tischtennis-Meisterschaft)
Chih-Yuan Chuang - Kirill Skachkov - 3:0 (11:7, 11:4, 11:6)
Adrian Crisan - Seung Min Ryu 3:2 (7:11, 11:8, 11:9, 8:11, 13:11)
Constantin Cioti - Tiago Apolonia 3:2 (11:9, 11:6, 12:14, 9:11, 11:7)