Deutscher Meister: Werder holt sich den "Pott"!

Tischtennis
Sonntag, 02.06.2013 / 16:17 Uhr

Werder Bremen ist Deutscher Tischtennis-Meister! Mit einem überragendem 3:0 schlagen die Grün-Weißen den TTF Liebherr Ochsenhausen in der Frankfurter Fraport-Arena. Die drei durch hochklassige Leistungen herausgespielten Punkte lieferten Chih-Yuan Chuang, Adrian Crisan und Constantin Cioti.

Jubel, Erleichterung, Freudentränen, das alle bekam man nach dem 3:0 Finalsieg der Werderaner reichlich zu sehen. Die Mannschaft um Trainer Cristian Tamas liefert zum Abschluss der Saison eine Glanzleistung und errang verdient den Titel gegen den Tabellenprimus aus Ochsenhausen. Trotz des deutlichen Ergebnisses war das Duell der Spitzenteams an Dramatik schwer zu überbieten, zwei Mal gingen die Kontrahenten bei ihren Begegnungen über die volle Distanz. Nach dem letzten erfolgreichen Punkt von Constantin Cioti gab es dann auf der Bank und den Rängen kein Halten mehr.

Gleich zu Beginn der Partie machten die Hanseaten deutlich, mit welchen Ambitionen sie zum finalen Showdown nach Frankfurt gereist. Der vor wenigen Tagen gekürte Doppelweltmeister Chih-Yuan Chuang ließ keine Zweifel an seinem Wunsch offen, mit Werder die nächste Trophäe zu gewinnen. Nach nervösem Beginn beider Kontrahenten konnte „Chuanny" deutliche Vorteile gegenüber Kirill Skachkov herausspielen und so sein Team zu Beginn in Führung bringen.

Diesen Rückenwind wollte sein Teamkollege Adrian Crisan nutzen, sein Gegenüber Ryu Seung Min, seines Zeichens Olympiasieger von 2004, stellte den Rumänen allerdings vor eine große Hürde. Doch Crisan spielte fantastisch auf, nach verlorenem ersten Satz lief Werders Nummer zwei zur absoluten Höchstform auf und nahm dem Koreaner die folgenden beiden Sätze ab. Ryu kam zurück und konnte den fast schon verloren geglaubten vierten Satz zum Ausgleich nutzen, die Entscheidung musste nun also im fünften Satz fallen. Und dieser hatte es in sich! Nach mehrmals wechselnder Führung und zwei durch Crisan vergebenen Matchbällen konnte der Werderaner seinerseits einen Matchball gegen sich durch einen Ballon-Kantenball (!) ebenfalls abwehren. Mit 13:11 holte „Crisi" sich den entscheidenden Ball, sank auf die Knie und löste einen Donner der Begeisterung bei den etwa 250 mitgereisten Werder-Fans aus.

Den Schlussakt zu dieser aufregenden Saison sollte dann Constantin Cioti liefern. Sichtlich motiviert durch die Leistungen seiner Teamkollegen legte „Costa" gegen Tiago Apolonia ein unglaubliches Tempo vor und entzauberte die Abwehrkünste seines Gegenübers immer wieder. Nach zwei gewonnenen Sätzen wurde Cioti jedoch zunehmend nervöser, was sein Gegenspieler eiskalt zu nutzen wusste. Trotz mehrerer Matchbälle holte sich Apolonia Satz drei, und auch im vierten Satz hatte der in seinem letzten Spiel für Ochsenhausen spielende Portugiese das bessere Ende für sich. Aber „Costa" kämpfte, und er wurde belohnt. Mit einer 10:7-Führung im Rücken nutzte Cioti den zweiten Ball zum Sieg und zur Meisterschaft für die Grün-Weißen. Die etwa 2.500 Augenzeugen waren sich einig, dass mit Werder Bremen ein würdiger Nachfolger für Borussia Düsseldorf gefunden war, mit fantastischen Einzelkönnern und einer überragenden Teamleistung holen die Bremer die Trophäe somit nach Bremen.

Aus Frankfurt berichtet Florian Schwarz

SV Werder Bremen - TTF Liebherr Ochsenhausen 3:0
(Endspiel Deutsche Tischtennis-Meisterschaft)

Chih-Yuan Chuang - Kirill Skachkov - 3:0 (11:7, 11:4, 11:6)
Adrian Crisan - Seung Min Ryu 3:2 (7:11, 11:8, 11:9, 8:11, 13:11)
Constantin Cioti - Tiago Apolonia 3:2 (11:9, 11:6, 12:14, 9:11, 11:7)

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