Cristian, nach einer verheißungsvollen Vorrunde schließt ihr die Saison mit einer ausgeglichenen Punktebilanz ab. Wie bewertest Du die abgelaufene Saison?
Cristian, nach einer verheißungsvollen Vorrunde schließt ihr die Saison mit einer ausgeglichenen Punktebilanz ab. Wie bewertest Du die abgelaufene Saison?
Nach zwei Spielzeiten in Abstiegsnöten schließt Werders Tischtennis-Team die Bundesliga im sicheren Bundesliga-Mittelfeld ab. Um sich weiter zu verbessern, stellen Werders Verantwortliche Cristian Tamas und Sascha Greber intensive Trainingsarbeit im nächsten Jahr in den Vordergrund.
Christian Tamas: Wenn man bedenkt, dass wir die Hälfte der Spielzeit ohne unseren Stammspieler Lars Hielscher auskommen mussten, bin ich schon zufrieden. Durch den Ausfall hatten wir kaum taktische Möglichkeiten, aber alle Spieler haben diesen Nachteil gut kompensiert.
Nach der Sommerpause stehen Dir mit Kamal Achanta und Constantin Cioti zwei neue Spieler zur Verfügung. Was erhoffst Du Dir von den Neuzugängen?
Cristian Tamas: Kamal hat in der letzten Saison in Gräfelfing gezeigt, zu welchen Leistungen er in der Lage ist. Zur neuen Saison zieht er nun nach Bremen, das ist für die Trainingsarbeit ein ganz wichtiger Faktor. Aber auch menschlich passt er gut in unser Team. Wir werden auch im nächsten Jahr eine homogene Gruppe bilden.
Du wirst ab Juli ja über eine schlagkräftige Trainingsgruppe verfügen. Neben den drei Werderanern Crisan, Achanta und Ciotti wird auch Peter Franz in Bremen mittrainieren.
Cristian Tamas: Mit einer Trainingsgruppe in Bremen geht für mich als Trainer ein Wunsch in Erfüllung. Nicht nur die Vorbereitung auf die Spieltage wird so viel konzentrierter angegangen, ich kann jetzt auch konzeptionell mit den Spielern an ihren Stärken und Schwächen arbeiten. Das war für Kamal auch ein Grund, in der nächsten Saison in Bremen zu spielen.
Sascha, war es schwer, Kamal Achanta von einem Wechsel nach Bremen zu überzeugen? Immerhin hat er mit seiner guten Bilanz im letzten Jahr sicherlich auch andere Angebote gehabt.
Sascha Greber: Wir haben uns sehr früh um ihn bemüht, das war mit Sicherheit ein Vorteil. Für ihn hat das gesamte Konzept in Bremen gestimmt, er hat sich sogar vier Tage in Bremen ein eigenes Bild gemacht. So konnten wir Kamal sogar verpflichten, ohne den finanziellen Rahmen zu sprengen, er hat sich gegen finanziell lukrativere Angebote ganz bewusst für Bremen entschieden. Das ist ein großer Vertrauensbeweis für Werder Bremen.
Cristian Tamas: Wir versprechen uns aber auch von Constantin Ciotti eine weitere Entwicklung des Teams. ‚Costa' war immerhin Jugend-Europameister und möchte in Bremen noch einmal angreifen. Ich glaube, mit der richtigen Vorbereitung könnte er für manche Überraschungen in der Liga sorgen.
Nicht nur bei Werder, auch bei den anderen Bundesligisten ist eine stetige Entwicklung zu sehen. Wo erhofft ihr euch von der nächsten Saison?
Cristian Tamas: Im Moment ist das noch schwer einzuschätzen, viele Mannschaften haben ihre Kaderplanung ja noch gar nicht abgeschlossen. Wir wollen uns als Mannschaft mit einer konstanten Leistung weiter in die obere Tabellenhälfte bewegen. Auch im ETTU-Cup möchten wir nach einem aufregenden ersten Jahr den nächsten Schritt gehen und das Halbfinale erreichen.
Sascha Greber: Wir haben natürlich das Ziel, dass jeder einzelne Spieler sich bei uns weiter verbessert, der Rest hängt von der starken Konkurrenz in der Liga ab. Wir würden natürlich auch gerne mal wieder beim ‚Final Four', der Pokalendrunde teilnehmen. Wir hatten zwei Jahre Lospech, ich würde gerne mit den Werder-Fans mal wieder an diesem tollen Event teilnehmen.
Interview: Florian Schwarz
