So ärgerlich das Pokal-Aus gegen den neuen Titelträger 1. FC Saarbrücken war, es hat gezeigt, dass die Bremer auch gegen die Mannschaft der Saison berechtigte Hoffnungen auf den Sieg hatte. "Wir hatten uns die große Chance auf das Finale hart erkämpft, leider haben wir diese Möglichkeit dann aber nicht nutzen können", fasst Sascha Greber die Eindrücke des "Final Eight" zusammen. Dass man das Glück auch erzwingen kann, zeigte das Quartett dann aber nur einen Tag später, wo man trotz eines deprimierenden Rückstandes die Begegnung doch noch drehen konnte. "Die Mannschaft konnte den Rückstand so nicht akzeptieren, sie haben sich mit viel Leidenschaft aus der Situation befreit", konnte Cristian Tamas zufriedenstellend beobachten.
Jens Lundqvist, an den beiden Tagen zuvor ohne Erfolgerlebnis, startete mit seiner engagierten Leistung die Aufholjagd. Adrian Crisan, bei seinem ersten Auftritt noch völlig entnervt und chancenlos, kämpfte Frickenhausens Matsudaira nieder. Und auch für Kamal Achanta gab es ein verdientes Happy-End: Im dritten Satz drehte der 32-jährige einen 10:6-Rückstand in ein Satzgewinn und konnte im letzten aller möglichen Sätze Jacub Kosowski deutlich bezwingen. "Kamal hat nie den Kopf hängen lassen und bis zum Schluss alles gegeben. Das war auch mental eine absolute Höchstleistung," freute sich Tamas anschließend für seinen Schützling. Für Greber soll es nun so weitergehen, am Besten gleich am nächsten Sonntag bei der Begegnung in Grenzau. "Wir haben die Saison natürlich noch längst nicht abgehakt. Obwohl wir auch nach unten schauen müssen, sind vorderen Plätze in reichweite. Wenn wir an die gezeigten Leistungen vom Wochenende anknüpfen bin ich mir sicher, dass wir die Mannschaften vor uns gehörig unter Druck setzen können."