Auf "Schützenhilfe" anderer Teams haben die Grün-Weißen am letzten Spieltag vergeblich gehofft. Greber weiß, dass der Verlust der guten Ausgangslage in erster Linie selbst zu verantworten ist, "dennoch ist es natürlich sehr schade, dass Borussia Düsseldorf im Spiel gegen Ochsenhausen mit dem Trainer, einem Ersatzspieler und einem äußerst unmotivierten Stammspieler antritt." Der somit zwangsläufige und nahezu mühelos Sieg führte sogar zu einem Pfeifkonzert des Ochsenhauser Anhangs, für Abteilungsleiter Werner Meyer sind solche Auftritte deshalb auch schädlich für den Ruf der TTBL. "Es mutet schon merkwürdig an, wenn die Playoff-Plätze in der entscheidenden Phase der Saison auf diese Art und Weise 'vergeben' werden. Für Zuschauer und Tischtennisinteressierte ist der Wettbewerbsgedanke hier nicht mehr ersichtlich, vielleicht sollte man in der Bundesliga deshalb auch mal über das System der Playoffs nachdenken." Dass die Rheinländer in beiden Begegnungen gegen Werder jeweils das Top-Personal aufgeboten hat, erschwert für Greber und Meyer die Chancengleichheit. "Zusammengefasst haben uns die Düsseldorfer Aufstellungsvarianten acht Punkte gekostet, da ist es klar, dass wir darüber nicht all zu erfreut sind."
Von Resignation ist an der Weser jedoch nichts zu spüren, ganz im Gegenteil. Jens Lundqvist hat seine seit Wochen gute Form mit der erstmaligen direkten Qualifikation für die olympischen Spiele unter Beweis gestellt. Für den Schweden könnte es das letzte Heimspiel im Werder-Trikot sein, dementsprechend motiviert dürfte Lundqvist an die Platte treten. Auch die anderen Werderaner haben eine gute Einzelwoche hinter sich und werden laut Greber alles für ein "Happy End" in Bewegung setzen. "Wir werden gegen einen starken Gegner bis zum letzten Punkt kämpfen, mit unseren tollen Fans möchten wir dann so oder so einen tollen Saisonabschluss feiern." Hoffentlich besteht am Sonntag ab 15 Uhr die Gelegenheit, ein kleines "Wunder von der Weser" in der Werder-Halle zu bejubeln.