Der 1. FC Saarbrücken TT hat sich für Werder als der erwartet unangenehme Gegner erwiesen. Der Angstgegner von der Saar setzte sich völlig verdient in diesem richtungsweisenden Spiel im Kampf um die Playoff-Plätze mit 3:1 an der Weser durch.
Der 1. FC Saarbrücken TT hat sich für Werder als der erwartet unangenehme Gegner erwiesen. Der Angstgegner von der Saar setzte sich völlig verdient in diesem richtungsweisenden Spiel im Kampf um die Playoff-Plätze mit 3:1 an der Weser durch.
Das Spiel begann für die Werderaner recht verheißungsvoll. Bastian Steger konnte sein Auftakteinzel gegen Bojan Tokic mit 3:2 gewinnen. Er setzte sich aufgrund einer starken kämpferischen Leistung gegen den Slowenen im fünften Satz mit 11:5 durch.
Im nächsten Spiel stand dann allerdings der an Position zwei aufgestellte Constantin Cioti gegen Tiago Apolonia auf völlig verlorenem Posten. Apolonia agierte sehr klug und variierte sein Spiel immer wieder durch zahlreiche Tempo- und Spinwechsel. Cioti fand gegen das variable Spiel von Apolonia kein Mittel und verlor das Spiel klar mit 0:3.
Nun stand das eventuell letzte Heimspiel des an Nummer drei eingesetzten Adrian Crisan gegen den Franzosen Adrien Mattenet an. Crisan wurde vor Beginn des Spiels vom neuen Präsidenten des SV Werder Bremen Dr. Hubertus Hess-Grunewald im Rahmen einer sehr schönen Verabschiedung gebührend für seine jahrelangen Verdienste für den SV Werder gewürdigt.
Wer Adrian Crisan kennt weiß, dass es ihn am meisten ärgert, dass er sich im Spiel gegen Mattenet letztlich mit 1:3 geschlagen geben musste. Crisan verabschiedete sich mit einer guten Leistung vom Bremer Publikum und hatte die Chance im vierten Satz (beim Spielstand von 1:2 Sätzen) beim Stand von 10:10 noch einmal ins Spiel zurückzukommen. Dies war ihm leider nicht vergönnt und er verlor den vierten Satz unglücklich mit 10:12.
Als die Niederlage feststand gab es von seinen Bremer Fans noch einmal einen ordentlichen Applaus und Adrian Crisan war anzumerken, dass dieser Moment auch für ihn sehr emotional war.
Nun lastete der Druck auf der Nummer eins der Werderaner Bastian Steger. Nur ein Sieg gegen Apolonia hätte das Spiel für Werder wieder offen gestalten können. Doch bereits im ersten Satz deutete Apolonia seine Stärke an diesem Tag an. Steger fand beim 6:11 im ersten Satz überhaupt nicht ins Spiel. Wesentlich besser lief es für Steger dann im zweiten Satz, in dem er eine realistische Chance hatte diesen für sich zu entscheiden - doch es sollte einfach nicht sein und Apolonia entschied auch den zweiten Satz mit 12:10 für sich. Damit war die Gegenwehr von Bastian Steger letztlich gebrochen und mit einem 11:7 Erfolg krönte Apolonia seine beeindruckende Leistung.
Teammanager Sascha Greber zog nach dem Spiel das folgende Fazit: "Wir haben heute eine verdiente Niederlage gegen eine starke Mannschaft aus Saarbrücken einstecken müssen. Unsere Anerkennung gilt der Leistung der Saarbrücker - vor allen Dingen Tiago Apolonia war heute in einer hervorragenden Verfassung. Jetzt haben wir im Kampf um die Playoff-Plätze nur noch eine rechnerische Chance. Wir sind davon abhängig, dass Saarbrücken gegen Hagen verliert, die allerdings ohne Chiang Hung-Chieh antreten werden und wir müssten unser Spiel in Ochsenhausen gewinnen. Wir haben allerdings die Playoff-Plätze nicht im heutigen Spiel verpasst, sondern im Saisonverlauf einfach den einen oder anderen Punkt unnötigerweise liegen lassen."
von Stefan Dörr-Kling
