Doppelter Erfolg in der Champions League und gegen Borussia Düsseldorf

Adrian Crisan sorgte mit seinem Erfolg gegen Christian Süß für die Vorentscheidung.
Tischtennis
Sonntag, 09.09.2012 / 18:08 Uhr

Es hätte nicht besser laufen können. Nach dem 3:0 Sieg im ersten Spiel in der Champions League gewinnen Werders Tischtennis-Herren auch gegen Borussia Düsseldorf mit 3:1. In der Liga stehen die Grün-Weißen so wieder mit ausgeglichenem Punkteverhältnis da, auch in der Champions League sind alle Möglichkeiten für das Weiterkommen vorhanden.

Nur zwei Tage nach dem gelungenen Auftritt gegen Pontoise Cergy ist das Team von Trainer Cristian Tamas nun auch in der Liga wieder in der Erfolgsspur. Gegen den Rekordmeister Borussia Düsseldorf überzeugten die Werderaner dabei nicht nur vom Resultat, wie schon am Freitag erspielte sich das Quartett den Sieg durch beeindruckende Dominanz an der Platte. „Wir haben uns auch nach der Niederlage gegen Grenzau nicht aus der Ruhe bringen lassen und zusammen konzentriert gearbeitet. Ich bin sehr stolz auf mein Team, dass es sich so aus der schwierigen Anfangsphase befreit hat", kommentierte der überglückliche Tamas die beiden Siege. Sascha Greber kann die Erfolgsfaktoren im Detail benennen. „Adrian Crisan hat als unsere Nummer zwei in beiden Begegnungen die jeweiligen Top-Spieler bezwingen können, das ist schon mehr als außergewöhnlich und zeigt, wie intensiv er gearbeitet hat." Crisan selbst ist froh, „dass das Spiel am Freitag so gut gelaufen ist. Von der gewonnenen Sicherheit konnte ich auch heute profitieren."

Der Sieg des Rumänen gegen Christian Süß war dann wohl auch einer der Schlüsselfaktoren gegen Düsseldorf. Die ohne Timo Boll angereisten Rheinländer gerieten durch Crisans Triumph mit 2:0 entscheidend ins Hintertreffen, da konnte auch der Sieg Ricardo Walthers über Constantin Ciotis nichts mehr ändern. Denn Werder hat seit diesem Jahr laut Greber noch ein weiteres Ass im Ärmel. „'Chuany' hat dieses Wochenende alle drei Spiele dominiert und überhaupt keine Zweifel an seinem Erfolg aufkommen lassen. So wie er spielt hat er auf jeden Fall Potential zu einem weiteren Publikumsliebling." Auch Gäste-Coach Danny Heister musste dies anerkennen. „Mit Chuang hat Werder einen unglaublich starken Spieler dazu gewonnen, Crisans Stärke ist uns ja bereits bekannt. Gegen solche Kontrahenten muss auch bei uns alles passen, um erfolgreich zu sein." Die beiden überzeugenden Siege des Taiwanesen zerstörten jedoch jegliche Hoffnungen der Gäste auf einen Punktgewinn und ließ nur die Werder-Fans jubeln.

Bereits am Freitagabend bekamen die Zuschauer in der Werder-Halle, Taktik, Dramatik und durchweg gutes Tischtennis geboten. Neben diesen Attributen sorgte jedoch vor allem der Erfolg über den französischen Spitzenclub Pontoise Cergy für durchweg fröhliche Mienen unter den etwa 600 Werder-Fans, ihre Mannschaft hatte sich schließlich von der allerbesten Seite gezeigt. „Wir waren in allen Belangen überlegen, nach dem verlorenen Liga-Spiel in Grenzau war das ganz wichtig für die Moral", fasste ein sichtlich erleichterter Cristian Tamas das Geschehen zusammen. „Durch das 3:0 ist das Tor zum Viertelfinale ganz weit geöffnet, die gute Leistung schafft aber auch neues Selbstvertrauen für die kommenden schweren Aufgaben."

Mit gutem Beispiel startete Werders neuer „Einser" Chih-Yuan Chuang in den erfreulichen Abend. In seiner Heim-Premiere startete der Taiwanese zunächst leicht nervös, kämpfte sich dann aber trotz exzellenter Gegenwehr seines Gegenübers Marcos Freitas in das Spiel und zum Satzgewinn. Auch im zweiten Satz schenkten sich die beiden Kontrahenten nichts. In Ballwechseln, die an Geschwindigkeit und Präzision für die Zuschauer kaum noch nachzuvollziehen waren, dominierte „Chuanny" nun aber das Geschehen und sicherte sich auch den zweiten Durchgang. Nach einer spielerischen „Auszeit" im dritten und am Anfang des vierten Satzes vollendete Werders Asiate zum 3:1, der Auftakt war somit gemacht.

Was nun folgte, werden auch die regelmäßigen Besucher in dieser Form noch nicht gesehen haben. Ein bravourös kämpfender Adrian Crisan spielte sich gegen Cergys Nummer eins Jian Jun Wang in einen „Tunnel", nach 2:1 Satzführung und fünf (!) Matchbällen in Folge musste der Rumäne dann aber tatsächlich noch den 2:2 Satzausgleich hinnehmen. Von Aufgabe aber keine Spur, Crisan wehrte wiederum beim Stand von 8:10 zwei Matchbälle in Folge sowie im Anschluss drei weitere Matchbälle ab, und konnte seine Möglichkeit im fünften Satz zum vielumjubelten 3:2 nutzen. „Ich weiß auch nicht, warum ich es immer so spannend machen muss", gestand „Crisi" im Anschluss lächelnd. Sein Trainer hatte einen „taktisch guten, und kämpferisch starken Crisan gesehen. Er hat das Schlüsselspiel für den Abend, und auch für sich und sein Selbstbewusstsein gewonnen."

In der Tat folgte zum Abschluss ein fast schon gewohnt überragend spielender Constantin Cioti, der Peter Franz in drei Sätzen nicht den Hauch einer Chance ließ. Team-Manager Sascha Greber sah es mit Freude. „Was Costa bei uns im letzten Jahr abgeliefert hat ist einfach nur sensationell. Es ist schön, dass er sich scheinbar immer noch weiter entwicklen kann." Bereits am Sonntag haben Cioti und seine Teamkollegen wieder die Möglichkeit die lobenden Worte der Verantwortlichen zu bestätigen, ab 15 Uhr wird der Serienmeister aus Düsseldorf in der Werder-Halle erwartet.

von Florian Schwarz

SV Werder Bremen - AS Pontoise Cergy 3:0

Chih-Yuan Chuang - Marcos Freitas 3:1 (12:10, 11:6, 1:11, 11:8)
Adrian Crisan - Jian Jun Wang 3:2 (11:6, 11:7, 10:12, 10:12, 15:13)
Constantin Cioti - Peter Franz 3:0 (11:9, 11:6, 11:6)

SV Werder Bremen - Borussia Düsseldorf 3:1

Chih-Yuan Chuang - Patrick Baum 3:1 (11:6, 5:11,11:8,11:7)
Adrian Crisan - Christan Süß 3:2 (5:11, 11:6, 11:8, 8:11, 11:6)
Constantin Cioti - Ricardo Walther 2:3 (9:11, 11:5, 11:9, 8:11, 8:11)
Chih-Yuan Chuang - Christian Süß 3:0 (11:8, 11:5, 11:9)

Ihr Browser ist veraltet.
Er wird nicht mehr aktualisiert.
Bitte laden Sie einen dieser aktuellen und kostenlosen Browser herunter.
Chrome Mozilla Firefox Microsoft Edge
Chrome Firefox Edge
Google Chrome
Mozilla Firefox
MS Edge
Warum benötige ich einen aktuellen Browser?
Sicherheit
Neuere Browser schützen besser vor Viren, Betrug, Datendiebstahl und anderen Bedrohungen Ihrer Privatsphäre und Sicherheit. Aktuelle Browser schließen Sicherheitslücken, durch die Angreifer in Ihren Computer gelangen können.
Neue Technologien
Die auf modernen Webseiten eingesetzten Techniken werden durch aktuelle Browser besser unterstützt. So erhöht sich die Funktionalität, und die Darstellung wird verbessert. Mit neuen Funktionen und Erweiterungen werden Sie schneller und einfacher im Internet surfen können.