Werder scheitert knapp im Pokalhalbfinale

Constantin Cioti sorgte mit seinem Sieg gegen Bojan Tokic für eine handfeste Überraschung.
Tischtennis
Samstag, 07.01.2012 / 16:59 Uhr

Der fast vierstündige Auftritt war eines Finaleinzuges würdig, es sollte trotz mehrerer guter Möglichkeiten jedoch einfach nicht sein. Als klarer Außenseiter in die Partie gegangen, lieferten die Hanseaten einen großartigen Kampf und erspielten sich so viele Sympathien bei den etwa 3.000 Zuschauern in der Stuttgarter Porsche-Arena. Zum Start verschaffte Adrian Crisan seiner Mannschaft einen guten Start gegen die in diesem Jahr bisher national ungeschlagenen Saarländer. Abgesehen vom fast schon sträflichen Auslassen mehrerer Satzbälle dominierte Crisan das Geschehen auf dem Court und wirkte im Vergleich zu seinem Gegenüber Joao Monteiro etwas überlegen. Zum Abschluss des vierten Satzes wechselten sich die Kontrahenten mit Satz- und Matchbällen ab, bevor Werders Rumäne dann mit 17:15 das Spiel beendete.

Es fehlten nur zwei Punkte, dann wäre die Sensation perfekt gewesen. Trotz eines starken Auftrittes musste Werders Tischtennis-Quartett eine hauchdünne Niederlage gegen den 1. FC Saarbrücken einstecken, in fünf Spielen setzten sich der Tabellenführer der TTBL im Pokalhalbfinale durch. Viel Zeit zum verschnaufen bleibt die Grün-Weißen nicht, bereits morgen tritt Der fast das Team von Cristian Tamas beim Liga-Duell in Frickenhausen an.

Auch im zweiten Teil des Halbfinales war ein Punkt für Werder möglich. Jens Lundqvist scheiterte jedoch, nachdem er im vierten Satz gegen Bastian Steger ein starkes Comeback feierte, im fünften Satz am Gegner und vor allem an den eigenen Nerven. Somit stand es 1:1, und der bereits am Freitag siegreiche Constantin Cioti durfte sich auch am zweiten Tag des Finales das grüne Trikot anziehen.

Auf dem Papier waren die Vorzeichen bei der Paarung Tokic (Weltranglistenposition 25) gegen Cioti (Position 165) eigentlich klar. Der Werderaner war jedoch von Beginn an richtig im Spiel und lieferte sich mit seinem Kontrahenten packende Ballwechsel. Belohnt wurde dies im ersten Satz zunächst noch nicht, ab dem zweiten Durchgang sollte sich "Costas" Engagement jedoch auch auf dem Tableau bemerkbar machen. Einer schnellen 6:0 Führung ließ Cioti den Satzausgleich folgen und war fortan im richtigen „Fahrwasser" - Bojan Tokic konnte deshalb unter anderem im dritten Satz seine beiden Möglichkeiten zum Ausgleich nicht nutzen. Der Höhepunkt aus Bremer Sicht ereignete sich im kurz vor Ende: Beim Stande von 9:9 returnierte Werders Rumäne einen Aufschlag Tokics mit einem nahezu unmöglichen Reflex und vollendete anschließend zum überraschenden Erfolg.

So schön dieser großartige Erfolg war, er half den Bremern auf dem Weg ins Finale leider nicht weiter. Sowohl Crisan als auch Lundqvist kämpften in ihren 5-Satz-Niederlagen verbissen um jeden Punkt, doch beide hatten in den entscheidenden Phasen nicht das Glück auf ihrer Seite. Crisan stand im vierten Durchgang beim Stande von 9:8 kurz vor der erfolgreichen Beendigung der Partie, verlor aber diesen und den anschließenden Satz gegen Bastian Steger. Nicht besser erging es Jens Lundqvist. Seine 10:7 Führung beim Stande von 1:1 reichten gegen Joao Moteiro nicht, so dass die deprimierten Norddeutschen dem späteren Pokalsieger aus Saarbrücken zum Sieg gratulieren mussten.

Für Trainer Cristian Tamas heißt es nun, die positiven Aspekte aus der Begegnung seiner Mannschaft zu vermitteln, denn bereits am Sonntag sind wieder alle Kräfte beim wichtigen Liga-Duell in Frickenhausen gefordert. Mit der im "Final Eight" gezeigten Leistung sollten die Werderaner trotzdem mit Selbstvertrauen in die Begegnung gehen können.

Aus Stuttgart berichtet Florian Schwarz

SV Werder Bremen - 1. FC Saarbrücken 2:3

Adrian Crisan - Joao Monteiro 3:1 (11:09, 06:11, 11:09, 17:15)
Jens Lundqvist - Bastian Steger 2:3 (13:11, 08:11, 04:11, 13:11, 07:11)
Constantin Cioti - Bojan Tokic 3:1 (07:11, 11:06, 12:10, 11:09)
Adrian Crisan - Bastian Steger 2:3 (08:11, 11:09, 14:12, 09:11, 07:11)
Jens Lundqvist - Joao Monteiro 2:3 (11:01, 11:04, 12:14, 13:11, 07:11)

 

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