Werder unterliegt dem SV Plüderhausen

Adrian Crisan musste zum Start der Begegnung eine Niederlage hinnehmen.
Tischtennis
Sonntag, 20.11.2011 / 18:21 Uhr

Die Siegesserie ist leider gerissen. Werders Tischtennis-Herren unterliegen in einer dramatischen Partie mit 2:3 dem SV Plüderhausen. Nach 0:2 Rückstand konnten die Werderaner die Partie zunächst sogar noch ausgleichen, bevor die erste Niederlage nach drei erfolgreichen Bundesliga-Begegnungen feststand. In der Tabelle klettern die Bremer durch die deutliche Niederlage der TG Hanau auf den sechsten Tabellenplatz, sind nun jedoch mit vier Mannschaften unter ihnen punktgleich.

Wie immer sollte Adrian Crisan in der Werder-Halle den Grundstein für einen weiteren Heimsieg legen. Doch im Vergleich zu den Spielen zuvor konnte der Rumäne dieses Mal gegen den stark spielenden Hong Kong-Chinesen Chu Yan Leung nicht den ersten Punkt für seine Mannschaft holen. Gerade im ersten Satz hatte Crisan durchaus Möglichkeiten dem Spiel eine andere Wendung zu geben, beim Stand von 9:9 verpasste Werders Nummer eins jedoch die Möglichkeit zu einem Satzball. So ging der Satz mit 11:9 an Leung, der dieses Ergebnis auch im zweiten Durchgang wiederholen konnte. Spätestens hier war allen Anwesenden klar, dass für den Bremer in dieser Begegnung nichts mehr zu holen ist. Dementsprechend ungefährdet holte sich der Asiate auch den dritten Satz und konnte zum ersten Punkt für sein Team vollenden.

Durch den Rückstand geriet Kamal Achanta, der aufgrund seiner zuletzt starken Leistungen an Position zwei auflief, gleich unter erhöhten Druck. Sein Gegenüber war kein Geringerer als „King Kara", die Plüderhauser Legende Aleksandar Karakasevic. Beide Kontrahenten lieferten sich vom ersten Ballwechsel an eine Mischung aus hochklassigen Szenen und vielen einfachen Fehlern, bei dem sich Achanta zunächst leichte Vorteile zu erkämpfen schien. Nach erfolgreichem ersten Durchgang bekam der Inder auch in der zweiten Runde mit einem Satzball die Möglichkeit zum erfolgreichen Abschluss. Karakasevic zeigte jedoch einmal mehr seine kämpferischen Qualitäten und drehte den Spieß noch um. Zunächst fand Werders Asiate hierauf noch eine Antwort und behielt im dritten Durchgang mit 11:9 die Oberhand, doch der Serbe im Dienst der Süddeutschen hatte nun Wege gefunden sein Spiel durchzuziehen. Als Folge dessen bog Karakasevic in den letzten beiden Begegnungen noch die Partie und ließ konsternierte Hanseaten zur Pause zurück.

Jens Lundqvist hatte nun die Aufgabe, die letzte verbleibende Möglichkeit auf ein gelungenes letztes Heimspiel zu bewahren. Gegen Philipp Floritz startete der Skandinavier nervös, kämpfte sich doch zunächst wieder zum 7:7 heran und schaffte es schließlich auch mit 11:9 den ersten Satz für sich zu entscheiden. Etwas hektischer wurde es dann im zweiten Satz, als die Offiziellen zum wiederholten Mal einen Aufschlag von Philipp Floritz als nicht regelkonform ahndeten. Karakasevic, zwischenzeitlich in die Rolle des Betreuers gewechselt, wollte dies partout nicht anerkennen, es kam zu längeren Diskussionen auf und abseits des Platzes, durch die sich Werders Schwede jedoch nicht aus der Ruhe bringen ließ. Seinen fünften Satzball nutzte Lundqvist zum 11:9, und auch der dritten Satz wurde vom Werderaner souverän nach Hause gebracht. Der erste Punkt stand endlich auf Werders Haben-Seite.

Über einige Umwege sollte im vierten Spiel der zweite Punkt folgen. Zunächst sah es jedoch ganz und gar nicht nach einem grün-weißen Erfolg aus, weil Adrian Crisan ähnlich wie in der ersten Begegnung einfach gar nicht zu seinem Spiel fand. Nach zwei schnell verlorenen Durchgängen ging der Werderaner dann deutlich aggressiver zu Werke, was mit dem Satzausgleich und für die Zuschauer spektakulären Ballwechseln belohnt wurde. Das begeisterte Publikum begleitete Crisan dann auch lautstark durch den fünften Satz, in dem ein immer mehr mit sich selbst beschäftigter Karakasevic beim 11:5 nicht mehr viel entgegensetzen konnte.

Es kam also wie schon so oft zuvor zum finalen Showdown. Und obwohl Kamal Achanta bei seiner hervorragenden Leistung wirklich keinen Ball verloren gab, hatte er im asiatischen Duell gegen den glänzend aufgelegten Leung Chu Yang in fünf atemberaubenden Sätzen zum Ende knapp das Nachsehen. 2:1 führte der Inder schon nach Sätzen und hatte ein euphorisiertes Publikum im Rücken, bevor Leung im Finalakkord die besseren Antworten in diesem Schlagabtausch hatte. Die kämpferische Aufholjagd wurde nicht belohnt und Werder muss sich somit von seiner Siegesserie erst einmal verabschieden. In zwei Wochen steht in der Liga die nächste schwere Aufgabe auf dem Programm, dann müssen die Werderaner zum bisher ungeschlagenen Tabellenführer nach Saarbrücken.

Florian Schwarz

SV Werder Bremen - SV Plüderhausen 2:3

Adrian Crisan - Chu Yan Leung 0:3 (9:11,9:11,4:11)
Kamal Achanta - Aleksandar Karakasevic 2:3 (11:8,10:12,11:6,6:11,6:11)
Jens Lundqvist - Philipp Floritz 3:0 (11:9,11:9,11:9)
Adrian Crisan - Aleksandar Karakasevic 3:2 (7:11,9:11,11:6,11:8,11:5)
Kamal Achanta - Chu Yan Leung 2:3 (11:8,6:11,13:11,5:11,6:11)

 

Ihr Browser ist veraltet.
Er wird nicht mehr aktualisiert.
Bitte laden Sie einen dieser aktuellen und kostenlosen Browser herunter.
Chrome Mozilla Firefox Microsoft Edge
Chrome Firefox Edge
Google Chrome
Mozilla Firefox
MS Edge
Warum benötige ich einen aktuellen Browser?
Sicherheit
Neuere Browser schützen besser vor Viren, Betrug, Datendiebstahl und anderen Bedrohungen Ihrer Privatsphäre und Sicherheit. Aktuelle Browser schließen Sicherheitslücken, durch die Angreifer in Ihren Computer gelangen können.
Neue Technologien
Die auf modernen Webseiten eingesetzten Techniken werden durch aktuelle Browser besser unterstützt. So erhöht sich die Funktionalität, und die Darstellung wird verbessert. Mit neuen Funktionen und Erweiterungen werden Sie schneller und einfacher im Internet surfen können.