Jens Lundqvist hatte nun die Aufgabe, die letzte verbleibende Möglichkeit auf ein gelungenes letztes Heimspiel zu bewahren. Gegen Philipp Floritz startete der Skandinavier nervös, kämpfte sich doch zunächst wieder zum 7:7 heran und schaffte es schließlich auch mit 11:9 den ersten Satz für sich zu entscheiden. Etwas hektischer wurde es dann im zweiten Satz, als die Offiziellen zum wiederholten Mal einen Aufschlag von Philipp Floritz als nicht regelkonform ahndeten. Karakasevic, zwischenzeitlich in die Rolle des Betreuers gewechselt, wollte dies partout nicht anerkennen, es kam zu längeren Diskussionen auf und abseits des Platzes, durch die sich Werders Schwede jedoch nicht aus der Ruhe bringen ließ. Seinen fünften Satzball nutzte Lundqvist zum 11:9, und auch der dritten Satz wurde vom Werderaner souverän nach Hause gebracht. Der erste Punkt stand endlich auf Werders Haben-Seite.
Über einige Umwege sollte im vierten Spiel der zweite Punkt folgen. Zunächst sah es jedoch ganz und gar nicht nach einem grün-weißen Erfolg aus, weil Adrian Crisan ähnlich wie in der ersten Begegnung einfach gar nicht zu seinem Spiel fand. Nach zwei schnell verlorenen Durchgängen ging der Werderaner dann deutlich aggressiver zu Werke, was mit dem Satzausgleich und für die Zuschauer spektakulären Ballwechseln belohnt wurde. Das begeisterte Publikum begleitete Crisan dann auch lautstark durch den fünften Satz, in dem ein immer mehr mit sich selbst beschäftigter Karakasevic beim 11:5 nicht mehr viel entgegensetzen konnte.
Es kam also wie schon so oft zuvor zum finalen Showdown. Und obwohl Kamal Achanta bei seiner hervorragenden Leistung wirklich keinen Ball verloren gab, hatte er im asiatischen Duell gegen den glänzend aufgelegten Leung Chu Yang in fünf atemberaubenden Sätzen zum Ende knapp das Nachsehen. 2:1 führte der Inder schon nach Sätzen und hatte ein euphorisiertes Publikum im Rücken, bevor Leung im Finalakkord die besseren Antworten in diesem Schlagabtausch hatte. Die kämpferische Aufholjagd wurde nicht belohnt und Werder muss sich somit von seiner Siegesserie erst einmal verabschieden. In zwei Wochen steht in der Liga die nächste schwere Aufgabe auf dem Programm, dann müssen die Werderaner zum bisher ungeschlagenen Tabellenführer nach Saarbrücken.
Florian Schwarz
SV Werder Bremen - SV Plüderhausen 2:3
Adrian Crisan - Chu Yan Leung 0:3 (9:11,9:11,4:11)
Kamal Achanta - Aleksandar Karakasevic 2:3 (11:8,10:12,11:6,6:11,6:11)
Jens Lundqvist - Philipp Floritz 3:0 (11:9,11:9,11:9)
Adrian Crisan - Aleksandar Karakasevic 3:2 (7:11,9:11,11:6,11:8,11:5)
Kamal Achanta - Chu Yan Leung 2:3 (11:8,6:11,13:11,5:11,6:11)