Nach der Pause gab es ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Werderaner Trinko Keen, im Trikot des SV Plüderhausen konnte der Holländer für den einzigen Gäste-Punkt des Abends sorgen. Constantin Cioti hatte große Mühe nach der Europameisterschaft wieder in seinen Rhythmus zu finden, der inzwischen 42-jährige Keen nutzte dies clever zum deutlichen 3:0 Sieg und verhinderte so ein vorzeitiges Ende der Begegnung.
So bekamen die etwa 500 Zuschauer noch das Highlight des Abends geboten, im Duell zwischen Chih-Yuan Chuang und Feng Tian Bai gab es hochklassiges Tischtennis, wie man es sonst in der Werder-Halle gewohnt. Obwohl „Chuanny" im zweiten Satz mit sehr viel Pech 14:16 unterlag, bestimmte Werders Nummer eins doch deutlich das Geschehen und sorgte für die endgültige Entscheidung. „Das war heute ein Pflichtaufgabe, die meine Jungs souverän über die Bühne gebracht haben. Jetzt können wir uns in Ruhe auf den Endspurt zum Jahresende vorbereiten, dort warten noch schwere Hürden auf uns", blickt Cristian Tamas schon ein wenig voraus. In der Bundesliga warten die vier anderen Top-Teams auf die Werderaner, los geht es am 3. November beim Auswärtsspiel in Fulda. Auch in der Champions League steht die entscheidende Phase bevor, für die sich Werders Trainer jedoch gewappnet sieht. „Ich glaube, dass wir weiterhin auf einem guten Weg sind. Wir haben die Rückschläge verkraftet und sind auch mental gut vorbereitet, um in den Spitzenspielen etwas zu holen."
SV Werder Bremen - SV Plüderhausen 3:1 (Tischtennis-Bundesliga, 5. Spieltag)
Chih-Yuan Chuang - Marcel Schaal 3:0 (11:3, 11:3, 11:4)
Adrian Crisan - Feng Tian Bai 3:0 (11:1, 11:8, 11:4)
Constantin Cioti - Trinko Keen 0:3 (6:11, 8:11, 6:11)
Chuang Chih-Yuan - Feng Tian Bai 3:1 (11:6, 14:16, 11:6, 11:9)