Doch so sehr Adrian Crisan sich auch mühte, gegen Seung Min Ryu langte es leider nicht zum entscheidenden Punktgewinn. Der Rumäne startete hervorragend, dominierte den ersten Durchgang und schien auch im zweiten auf einem guten Weg zu sein. Nach und nach fand Ryu nun aber besser zu seinem Spiel und attackierte den Bremer mit dem Pen Holder-Griff immer wieder erfolgreich. Auch wenn Crisan aufopferungsvoll kämpfte und den vierten Satz noch für sich entschied, hatte der Ochsenhauser zu guter Letzt die besseren Argumente auf seiner Seite und konnte den knappen aber nicht unverdienten 3:2 für die Süddeutschen vollenden. „Uns hat einfach das letzte Quäntchen Glück gefehlt", fasste Werders Team-Manager Sascha Greber das Geschehen am Alpenrand zusammen. „Eigentlich können wir keinem Spieler einen Vorwurf machen, auch Adrian hat gut gespielt. Die entscheidenden Bälle wollten einfach nicht auf seiner Seite landen."
Für die Grün-Weißen heißt es nach dieser Mammut-Tour nun zunächst einmal Kräfte zu sammeln. Bereits am nächsten Dienstag gibt es in der Bundesliga die Möglichkeit, das Punktekonto auszugleichen. Ab 19 Uhr empfängt das Team von Cristian Tamas dann in der eigenen Halle die bisherige Überraschungsmannschaft der Saison, den TTC Frickenhausen.
Florian Schwarz
TTF LIEBHERR Ochsenhausen - SV Werder Bremen 3:2
Tiago Apolonia - Adrian Crisan 3:2 (6:11, 6:11, 11:5, 11:8, 12:10)
Seung Min Ryu - Chih-Yuan Chuang 0:3 (9:11, 8:11, 3:11)
Kirill Skachkov - Paul Drinkhall 3:2 (11:8, 11:7, 2:11, 9:11, 11:5)
Tiago Apolonia - Chih-Yuan Chuang 2:3 (5:11, 11:5, 6:11, 11:13)
Seung Min Ryu - Adrian Crisan 3:2 (9:11, 11:9, 11:7, 8:11, 11:6)