Knappe Niederlage in Ochsenhausen

Trainer Cristian Tamas wird versuchen Adrian Crisan in den nächsten Tageb aufzubauen.
Tischtennis
Dienstag, 25.09.2012 / 23:26 Uhr

Wie schon beim Auswärtsspiel in Russland machte Adrian Crisan wieder den Auftakt für die Grün-Weißen, leider war auch dieser Auftakt nicht von Erfolg gekrönt. Im Vergleich zur glatten Niederlage am vergangenen Freitag hatte Werders Rumäne gegen Tiago Apolonia jedoch deutliche größere Siegchancen, Crisan konnte unter anderem eine 2:0 Satzführung und einen Matchball im entscheidenden fünften Satz nicht für sich nutzen.

Der Anschluss an die vorderen Plätze ist erst einmal verpasst. Mit einer knappen 3:2 Niederlage beim TTF LIEBHERR Ochsenhausen beenden Werders Tischtennis-Herren ihre "kleine Weltreise" ohne abschließenden Erfolg. In der Liga stehen die Werderaner somit auf Platz sechs der Tabelle.

Für den schnellen Ausgleich sorgte danach erneut Chih-Yuan Chuang. Im Asiaten-Duell gegen Seung Min Ryu bewies Werders „Einser" zum wiederholten Male seine unglaubliche Stärke, in drei Sätzen ließ er dem Koreaner nicht den Hauch einer Chance. Vor allem im dritten Satz fertigte Chuang den Olympiasieger von 2004 mit einer beängstigenden Präzision ab, dass Ryu und die anwesenden Zuschauern teilweise nur noch mit ungläubigem Schulterzucken antworteten.

Den Schwung dieses eindrucksvollen Ausgleichs konnten die Werderaner danach jedoch nicht nutzen. Paul Drinkhall erwischte gegen Kirill Skachkov einen Fehlstart und lag schnell mit zwei Sätzen in Rückstand. Doch der Engländer kämpfte. Nach deutlichem 2:11 im dritten entschied Drinkhall auch den vierten Satz trotz Rückstandes noch für sich, ein Kunststück, dass der Youngster im entscheidenden Satz leider nicht wiederholen konnte. Drinkhalls Spielfaden riss, so dass ein starker Skachkov das Spiel mit einem deutlichen 11:5 für sich entschied.

Es wurde somit Zeit für das Duell der Spitzenspieler. Die zuvor siegreichen Tiago Apolonia und Chih-Yuan Chuang wollten ihre Erfolgsserie weiter ausbauen, der Druck lag aufgrund des Rückstandes natürlich vor allem auf Seiten der Bremer. Nach furiosen Auftakt Chuangs drehte sich das Spielgeschehen im zweiten Satz, der Portugiese bereitete dem Werderaner mit seiner Spielweise sichtliche Probleme. Bis zur Mitte des dritten Satzes hielt die plötzliche Überlegenheit Apolonias an, doch „Chuanny" kämpfte sich zurück in die Begegnung und glich erneut für Werder aus.

Doch so sehr Adrian Crisan sich auch mühte, gegen Seung Min Ryu langte es leider nicht zum entscheidenden Punktgewinn. Der Rumäne startete hervorragend, dominierte den ersten Durchgang und schien auch im zweiten auf einem guten Weg zu sein. Nach und nach fand Ryu nun aber besser zu seinem Spiel und attackierte den Bremer mit dem Pen Holder-Griff immer wieder erfolgreich. Auch wenn Crisan aufopferungsvoll kämpfte und den vierten Satz noch für sich entschied, hatte der Ochsenhauser zu guter Letzt die besseren Argumente auf seiner Seite und konnte den knappen aber nicht unverdienten 3:2 für die Süddeutschen vollenden. „Uns hat einfach das letzte Quäntchen Glück gefehlt", fasste Werders Team-Manager Sascha Greber das Geschehen am Alpenrand zusammen. „Eigentlich können wir keinem Spieler einen Vorwurf machen, auch Adrian hat gut gespielt. Die entscheidenden Bälle wollten einfach nicht auf seiner Seite landen."

Für die Grün-Weißen heißt es nach dieser Mammut-Tour nun zunächst einmal Kräfte zu sammeln. Bereits am nächsten Dienstag gibt es in der Bundesliga die Möglichkeit, das Punktekonto auszugleichen. Ab 19 Uhr empfängt das Team von Cristian Tamas dann in der eigenen Halle die bisherige Überraschungsmannschaft der Saison, den TTC Frickenhausen.

Florian Schwarz

TTF LIEBHERR Ochsenhausen - SV Werder Bremen 3:2

Tiago Apolonia - Adrian Crisan 3:2 (6:11, 6:11, 11:5, 11:8, 12:10)
Seung Min Ryu - Chih-Yuan Chuang 0:3 (9:11, 8:11, 3:11)
Kirill Skachkov - Paul Drinkhall 3:2 (11:8, 11:7, 2:11, 9:11, 11:5)
Tiago Apolonia - Chih-Yuan Chuang 2:3 (5:11, 11:5, 6:11, 11:13)
Seung Min Ryu - Adrian Crisan 3:2 (9:11, 11:9, 11:7, 8:11, 11:6)

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