Fast wäre das große Comeback gelungen, doch am Ende standen Werders Tischtennis-Herren mit leeren Händen da. Dass das Österreichisch-Deutsche Duell überhaupt erst nach fünf Spielen entschieden wird, hätte von den Zuschauern kurz nach der Pause keiner mehr erwartet. Niederösterreich führte bereits mit 2:0, auch im dritten Spiel lag Daniel Habesohn gegen Adrian Crisan mit einem Satz in Front. Doch Werders auf Position drei aufgestellter Rumäne drehte die Begegnung und zeigte, dass etwas möglich war an diesem Abend. „Der Erfolg von Adrian hat uns Rückenwind gegeben", erkannte auch Werders Trainer Cristian Tamas, der anschließend noch einen hochklassigen Fünfsatz-Sieg Bastian Stegers gegen Yingchao Hou bewundern durfte.
Zum großen Happy-End langte es dennoch nicht, da Constantin Cioti trotz großen Kampfes in vier Sätzen Stefan Fegerl unterlag. Doch schon vorher gab es aus Sicht von Cristian Tamas Möglichkeiten, den Abend erfolgreich zu gestalten. „Gerade in Bastis ersten Spiel gegen Fegerl war es so unglaublich eng, das sieht man schon am 19:17 im zweiten Satz. Dieses Spiel hätte auch ohne Probleme an uns gehen können, dann wäre der Vorteil auf unserer Seite gewesen."
So steht Werder in der Champions League unter Zugzwang, auch wenn durch den überraschenden Sieg Eslövs gegen Chartres noch alles möglich ist. Nur wenn die nächsten Spiele für Werder erfolgreich gestaltet werden, gehen die grün-weißen Träume in der Königsklasse weiter.
Weinviertel Niederösterreich - SV Werder Bremen 3:2 (Champions League, Gruppe B, 3. Spieltag)
Yingchao Hou - Constantin Cioti 3:0 (11:2, 12:10, 11:6)
Stefan Fegerl - Bastian Steger 3:2 (8:11, 19:17, 10:12, 11:9, 11:8)
Daniel Habesohn - Adrian Crisan 1:3 (11:3, 7:11, 6:11, 8:11)
Yingchao Hou - Bastian Steger 2:3 (7:11, 9:11, 12:10, 11:3, 5:11)
Stefan Fegerl - Constantin Cioti 3:2 (7:11, 11:4, 14:12, 13:11)