Pokalaus in Ober-Erlenbach und Niederlage im Ligaspiel in Bergneustadt

Kirill Skachkov konnte trotz starker kämpferischer Leistungen in beiden Auswärtsspielen keinen Sieg für die Werderaner erringen.
Tischtennis
Sonntag, 20.09.2015 / 16:44 Uhr

Aufgrund einer Oberschenkelverletzung konnte die Nummer eins des SV Werder Bremen Bastian Steger weder im Achtelfinal-Pokalspiel beim Zweitligisten TTC Ober-Erlenbach noch im Bundesliga-Auswärtsspiel bei TTC Schwalbe Bergneustadt mitwirken. Das Fehlen von Steger konnte das Team weder im Pokal noch im Bundesliga-Spiel kompensieren - zwei Niederlagen mit jeweils 1:3 waren die Folge.

Am vergangenen Donnerstag musste das Team im Pokal-Achtelfinale beim Zweitligisten TTC Ober-Erlenbach 1987 eine ganz bittere 1:3 Niederlage einstecken. Lediglich der für Bastian Steger ins Team gerückte Hunor Szöcs konnte einen Sieg erringen. Matchwinner auf der Seite des TTC Ober-Erlenbach war der 18-jährige Japaner Kohei Sambe, der das Auftakteinzel gegen Kirill Skachkov mit 3:1 gewann und in seinem zweiten Spiel gegen Contantin Cioti einen ungefährdeten 3:0 Erfolg feiern konnte.

Spielentscheidend war sicherlich auch, dass Constantin Cioti im zweiten Einzel des Tages eine 2:0 Führung gegen den ebenfalls erst 18-jährigen Dang Qiu nicht nach Hause bringen konnte und das Spiel mit 2:3 abgeben musste. Desweiteren haderten die Werderaner mit der Tatsache, dass in Ober-Erlenbach mit anderen Bällen gespielt wurde als gewöhnlich - das ungewöhnliche Absprungverhalten dieser Bälle sorgte mit dafür, dass die Werderaner nicht ins Spiel kamen.

Auswärtsspiel bei TTC Schwalbe Bergneustadt ebenfalls ohne Bastian Steger

Trainer Cristian Tamas hatte darauf gehofft, aber es sollte dann doch nicht sein - auch im Auswärtsspiel bei TTC Schwalbe Bergneustadt konnte Bastian Steger nicht mitwirken. Am Vormittag startete Steger noch einen Versuch im Training, der Versuch sollte jedoch nicht von Erfolg gekrönt sein.

Trainer Tamas stellte daraufhin Constantin Cioti an Nummer eins, Kirill Skachkov an Nummer zwei und Hunor Szöcs an Nummer drei auf. Dadurch kam es im ersten Einzel zur Begegnung der Nummer eins von Bergneustadt, dem Deutschen Nationalspieler Steffen Mengel (Nummer 49 der Weltrangliste) gegen die Nummer zwei der Werderaner Kirill Skachkov. Skachkov erkämpfte sich den ersten Satz mit 17:15 und gewann dann relativ sicher den zweiten Satz mit 11:4. Doch trotz der 2:0 Satzführung riss bei Skachkov der Faden und die folgenden drei Sätze gingen an Mengel. Die Werderaner lagen somit mit 0:1 zurück.

Damit wuchs der Druck auf Constantin Cioti, die Werderaner im Spiel zu halten - und er hielt dem Druck stand. In einem ausgeglichenen Spiel gelang Cioti ein knapper 3:2 Erfolg gegen Benedikt Duda.

Hunor Szöcs bekam es im nächsten Spiel mit Ricardo Walther zu tun. Leider gelang es Szöcs nicht, seinen Einzelerfolg aus dem Pokalspiel zu wiederholen. Lediglich im ersten Satz konnte er die Oberhand behalten - danach bestimmte Walther das Spiel und brachte Bergneustadt mit seinem 3:1 erneut in Führung.

Erneut lastete nun der Druck auf Constantin Cioti. Cioti kam nach der 1:0 Satzführung von Mengel immer besser ins Spiel und glich zum 1:1 aus. Der dritte Satz sollte dann der Knackpunkt dieses Spiels werden - Cioti konnte eine zwischenzeitliche klare Führung nicht ins Ziel bringen und verlor den Satz in der Verlängerung mit 12:14. Im vierten Satz lief er ständig einem Rückstand hinterher und gab auch diesen Satz knapp mit 9:11 an Mengel ab.

Teamchef Sascha Greber: "Wir können der Mannschaft sowohl spielerisch als auch kämpferisch keinen Vorwurf machen. Nachdem heute früh um 10.30 Uhr klar war, dass Bastian Steger nicht spielen wird sind wir als Außenseiter in das Spiel gegangen. Trotzdem haben wir uns sehr gute Chancen erarbeitet, das Spiel für uns zu entscheiden. Es gab sowohl im Spiel von Kirill Skachkov als auch von Constantin Cioti gegen Steffen Mengel enge Situationen in dem das Pendel zu unserer Seite hätte ausschlagen können. Hunor Szöcs hat gegen einen starken Ricardo Walther eine sehr ordentliche Leistung abgeliefert. Wir sind jetzt erst einmal froh, dass wir aufgrund der Europameisterschaften 3 Wochen Pause haben werden. In dieser Zeit wird Bastian Steger hoffentlich seine Oberschenkelverletzung komplett auskuriert haben - er ist als Nummer eins für uns nur sehr schwer zu ersetzen." 

von Stefan Dörr-Kling

 

 

 

 

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