Es waren gute Argumente, die das Werder-Quartett am Dienstagabend für eine Playoff-Qualifikation lieferte. Gegen den starken Aufsteiger aus Mühlhausen hatte es im Hinspiel noch eine 2:3 Niederlage gegeben, doch dieses Mal zeigte das Team von Cristian Tamas so gut wie keine Schwächen. Auch Teamchef Sascha Greber fand anerkennende Worte für seine Jungs. „Großes Lob an die Mannschaft, sie waren die ganze Woche sehr fokussiert und haben eine hochkonzentrierte Leistung abgeliefert." Dass die Positionierung in der Weltrangliste nicht immer ausschlaggebend für den Spielverlauf ist, wurde den Werder-Fans jedoch in jeder Partie vor Augen geführt.
Spektakulärer als erwartet startete der Abend, denn Chih-Yuan Chuang hatte deutlich mehr Mühe als man annehmen konnte. Sein Kontrahent Bohumil Vozicky, in der Weltrangliste momentan auf Position 244, erwischte jedoch einen „Sahnetag", so dass Werders Taiwanese erst über einen Satzverlust und mit diversen ansehnlichen Hochgeschwindigkeits-Rallies das Spiel für sich entscheiden konnte. Auch Adrian Crisan benötigte höchste Konzentration in seinem Match gegen Michal Bardon. Der Rumäne bestand aber die nicht immer leichte Prüfung und fand nach einigen schwierigen Ballwechseln in das Match. Der Lohn: Ein glattes 3:0 und zur Pause die Gewissheit, dass jetzt nur noch ein Wunder die Gäste aus Thüringen Punkte bringen kann.
Doch auch der andere Rumäne im Werder-Dress hatte aus dem Hinspiel noch etwas gut zu machen, und das tat er mit Erfolg. Constantin Cioti kämpfte sich durch sein Duell mit Matiss Burgis, obwohl der Lette um jeden Ball verbissen kämpfte stand am Ende ein 3:0 zu Gunsten Ciotis auf dem Tableau - gleichbedeutend mit dem Endstand in gleicher Höhe.
In der Liga bekommen es die Hanseaten am 23. Februar mit dem SV Plüderhausen zu tun, bevor der Spitzenreiter aus Fulda beim Deutschen Meister antreten muss. Spätestens dort werden die Grün-Weißen Playoff-Ambitionen auf eine harte Probe gestellt.
von Florian Schwarz