Die Enttäuschung ist riesig, das Team hatte sich die Verteidigung der Tabellenspitze vor der Bundesliga-Pause fest vorgenommen. „Unsere Serie ist gerissen, wir wollten unter allen Umständen unsere makellose Bilanz weiter fortführen", erklärte der sichtlich enttäuschte Sascha Geber unmittelbar nach Spielschluss. Seinem Team war es jedoch nicht gelungen den bis dato punktelosen Gastgeber unter Druck zu setzen, ganz im Gegenteil.
Im Thüringer „Hexenkessel" gab der Post SV von Anfang an den Ton an. Obwohl Werders Nummer Eins Chih-Yuan Chuang der gewohnte Rückhalt war und bei seinen beiden Siegen keinen Satz abgab, erlangt der Rest des Teams nicht die nötig Abgeklärtheit, um die den entscheidenden dritten Punkt für Werder zu holen. „Adrian hat in dieser kleinen, lauten Halle einfach keinen Rhythmus gefunden. Ohne richtigen Zugriff auf das Spiel stand er eigentlich immer unter Druck und konnte so nicht zu seinem gewohnten Spiel finden", so Werders Team-Manager. Obwohl die Bremer also ihre Schwierigkeiten hatten, waren die Chancen zum Sieg durchaus da.
Nur ein Punkt fehlte zum Beispiel Constanin Cioti, als er im fünften Satz mit 10:9 in Führung lag, den Satz und das Spiel dennoch an seinen Gegner Mattis Burgis abgeben musste. Auch Adrian Crisan hatte im letzten Spiel bei 1:0 Satzführung und 4:0 im zweiten Durchgang alle Trümpfe in der Hand. Für Trainer Cristian Tamas liegen hier die Knackpunkte der Begegnung. „Uns ist es leider nicht gelungen, diese Momente zu unseren Gunsten zu nutzen. Wir hatten große Chancen die Begegnung für uns zu entscheiden, so müssen wir die Punkte aber in Mühlhausen lassen." Gute zwei Wochen haben die Grün-Weißen nun Zeit, die Niederlage zu verarbeiten, Sascha Greber glaubt jedoch nicht, dass das Match zu tiefe Wunden bei seinem Team hinterlassen wird. „Die Niederlage schmerzt, keine Frage. Letztendlich können wir aber auch mit einem Punktestand von 6:2 recht gut leben. Ich bin mir sicher, dass die Jungs sich die Punkte woanders wiederholen werden."
Florian Schwarz
Post SV Mühlhausen - SV Werder Bremen 3:2
Michal Bardon - Adrian Crisan 3:0 (11:8, 11:8, 11:9)
Bohumil Vozicky - Chih-Yuan Chuang 0:3 (9:11, 8:11, 8:11)
Mattis Burgis - Constantin Cioti 3:2 (8:11, 11:9, 12:10, 6:11, 13:11)
Michal Bardon - Chih-Yuan Chuang 0:3 (5:11, 11:13, 8:11)
Bohumil Vozicky - Adrian Crisan 3:1 (12:10, 9:11, 11:9, 11:6)