Allen Spielern war klar, dass am folgenden Tag beim Abstiegskrimi in Spaden eine andere Leistung nötig sein würde. Beide Mannschaften trennte nur 1 Punkt - es spielte der Tabellenachte gegen den Tabellensiebten. Demensprechend trat Werder 3 mit voller Mannschaft an. Arne Koch versuchte zwar noch Ersatz für sich selbst zu organisieren, aber trat dann letztlich doch leicht angeschlagen an. Spaden bot mit Jenzen, Poppe, Lochmann, Wellbrock, Wallner, Olejnik ebenfalls seine beste Mannschaft - es fehlte lediglich Steencken.
Bei der Begrüßung betonte Spaden erwartungsgemäß, dass die beiden Punkte in der eigenen Halle behalten werden sollten. Die dritte Mannschaft von Werder hatte natürlich ähnliche Hoffnungen und startete furios in das Spiel. Voigt/Koch gewannen recht souverän und auch Turhan/Bollmann schafften einen knappen Sieg - Milles/Karnoub blieben gegen Poppe/Jenzen dafür ohne Chance.
Im oberen Paarkreuz gab es dann die Überraschung. Turhan beeindruckte Spadens Spitzenspieler Jenzen mit seinem kompromisslosen Offensivspiel und gewann 3:0. Voigt musste sich wie im Hinspiel Poppe geschlagen geben.
Danach konnten sowohl Milles in einem hart umkämpften Spiel gegen Lochmann als auch Karnoub gegen Wellbrock punkten. Damit stand es 5:2 für Werder und die Werderaner waren optimistisch heute gewinnen zu können.
Spaden holt 2:5 Rückstand wieder auf
Spaden gab jedoch nicht auf und feierte drei Einzelsiege in Folge. Bollmann und Voigt verloren ihre Spiele 0:3. Koch zwang Olejnik trotz seiner leichten Verletzung in den fünften Satz, um dann an der knallharten Rückhand seines Gegners zu verzweifeln.
Im Folgenden lief es dann wieder besser für Werder 3. Turhan bestätigte seine starke Leistung aus dem ersten Einzel und schaffte es aufgrund seiner erneut knallharten Offensivschläge Poppe zu besiegen. Karnoub holte in einem knappen Spiel einen weiteren Punkt gegen Lochmann. Auch Milles bestätigte seine gute Tagesform und sorgte bei seinem Gegenüber mit seiner Mischung aus Abwehr und Angriff für Verzweiflung und gewann 3:0.
Spaden lässt nicht locker
Damit stand es nun 8:5 für Werder 3, aber nun mussten erneut Koch und Bollmann an die Tische. Olejnik behielt gegen Bollmann mit 3:0 souverän die Oberhand. Die Chance auf den Siegpunkt hatte nun Koch. Er zwang Wallner trotz seiner eingeschränkte Beweglichkeit in den fünften Satz und führte bereits mit 7:4. Sein unberechenbarer Gegner hatte sich seine besten Schläge jedoch für den Schluss aufgehoben und gewann knapp mit 12:10.
Das Schlussdoppel bringt die Entscheidung für Werder 3
Damit kam es zum Schlussdoppel. Die Vorzeichen waren alles andere als gut. Mit Poppe/Jenzen stellte Spaden eines der besten Doppel der Liga. Im ersten Satz führte Spaden dann auch gleich solide. Doch Voigt und Koch riskierten danach alles, trafen und drehten den Satz noch. Durch ihre sehr offensive Spielweise schafften es Voigt/Koch sich eine 2:1 Führung zu sichern und führten im vierten Satz auch bereits mit einigen Punkten Vorsprung bevor das Timeout von Spadener Seite kam. Poppe/Jenzen kamen nun wieder besser ins Spiel, aber Voigt/Koch behielten die Nerven und siegten am Ende durch einen glücklichen Topspin auf die Tischkante mit 13:11.
Durch dieses 9:7 stehen die Chancen auf den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga nun recht gut. Es bleibt jedoch abzuwarten wie die weiteren Spiele der Konkurrenz ausgehen.
von Arne Koch