Äußerst spannend, aber dennoch erfolgreich, so kann man das erste Aufeinandertreffen zwischen dem TTC Ruhrstadt Herne und Werders Tischtennis-Herren in dieser Saison bezeichnen. Mit 3:2 behielten die Norddeutschen im Pokal-Viertelfinale vor etwa zwei Wochen die Oberhand. Wenn es nach Werders Verantwortlichen geht, soll der Auswärtssieg am Sonntag wiederholt werden.
Dass zwischen den beiden direkt aufeinanderfolgenden Partien fast drei Wochen vergangen sind, liegt am gut gefüllten Terminkalender der internationalen Tischtennis-Szene. Nach der Europameisterschaft im polnischen Gdansk weilen mehrere Spieler momentan bei den „Swedish Open", für die Verantwortlichen beider Teams gestaltet sich die Vorbereitung deshalb als äußerst schwierig. „Natürlich wünschen wir unseren Jungs viel Erfolg, dennoch hoffen wir auf eine baldige Rückkehr", erklärt Team-Manager Sascha Greber den Zwiespalt bei den Erfolgsaussichten seiner Schützlinge. Während Kamal Achanta und Jens Lundqvist die grün-weißen bei dem Turnier vertreten, schauen Tischtennis-Fans aus Herne auf das Abschneiden der beiden Ex-Bremer Lars Hielscher und Seiya Kishikawa.
Wenn alles nach Plan läuft, kann es so am Sonntag zum ersten Einsatz Kishikawas für die Ruhrstädter kommen. Der Japaner hat sich mittlerweile auf die Weltranglistenposition 18 vorgespielt und stellt für Greber eine ernsthafte Bedrohung dar. „Mit ‚Kishi' als möglichen Kontrahenten wird die Aufgabe natürlich nicht leichter. Wir kennen ihn ja alle noch gut aus seiner Bremer Zeit, inzwischen ist er noch stärker geworden."
Der Druck ist allerdings eh schon hoch an der Weser, denn am Wochenende sollen endlich die ersten Punkte auf das grün-weiße Konto gebucht werden. „Die Anspannung innerhalb des Teams steigt von Tag zu Tag, wir versuchen diesen Druck in positive Energie umzuwandeln", beschreibt Greber die Zielvorgabe. Mit einem Erfolgserlebnis könnte die Teamstimmung weiter nach oben gehen, denn auch psychisch möchte man in Bremen für die nächsten Aufgaben gut gerüstet sein.