Den vierfachen französischen Meister zeichnet eine durchaus exquisite Zusammenstellung seines Teams aus. An erster Stelle ist der wohl der Taiwanese Chen Chien-An zu nennen. Der Weltranglisten-27. dürfte auch den Bremer Tischtennis-Experten ein Begriff sein, im Mai sicherte sich der Chen zusammen mit dem Werderaner Chih-Yuan Chuang sensationell den Doppel-Weltmeistertitel in Paris. Auch als Einzelsportler dürfte der Linkshänder eine schwer zu nehmende Hürde sein, das gilt aber ebenso für seinen Mitspieler Kalinikos Kreanga. Seit mehreren Jahren ist der Grieche einer der spektakulärsten Spieler der Tischtennis-Welt, seine aus dem Halbfeld geschlagene Rückhand ist bei den Zuschauern beliebt, bei seinen Gegnern dafür umso mehr gefürchtet. Mit mittlerweile 41 Jahren zählt Kreanga aber dennoch nicht zum „alten Eisen" Aufsehen erregende Spiele wie in der letzten Saison gegen den 1. FC Saarbrücken zeigen, wie gefährlich der Grieche weiterhin ist. An Position drei könnte der Tscheche Dimitrij Prokopcov stehen, der gebürtige Ukrainer hat schon mehrere nationale Titel erlangen können. So entsteht eine gute Mischung, die auch bei den Werderanern geschätzt wird. „Hennebont ist gut besetzt, wir hoffen die richtigen Paarungen zu treffen. Wir haben mit Sicherheit eine Chance dort zu gewinnen, dafür muss bei uns aber auch alles passen", so Greber.
Nur wenige Stunden später kommt es in der Werder-Halle zu einer Premiere. Zum ersten Mal stehen sich die Grün-Weißen und der TTC Hagen in einem Erstliga-Punktspiel gegenüber, am Sonntag wird sich zeigen, wie gut die Hanseaten den Auswärtsstrip nach Frankreich überstanden haben. Für Werder-Trainer Cristian Tamas wird auch das Bundesliga-Duell gegen den Neuling garantiert nicht einfach werden. „Der TTC hat eine wettbewerbsfähige Mannschaft, Ovidiu Ionescu kennen wir ja aus der täglichen Arbeit in unserer Trainingsgruppe. Neben ihm wird uns Maharu Yoshimura mit Sicherheit vor Probleme stellen." 2012 sicherte sich der Japaner den nationalen Titel und räumte dafür reihenweise asiatische Tischtennis-Prominenz aus dem Weg. Komplettiert wird das Team durch Jonathan Groth, der vom TTC Fulda-Maberzell zu Beginn der Saison nach Nordrhein-Westfalen gewechselt ist. Trotz der bevorstehenden Aufgaben hat der Trainer einen Erfolg vor eigenem Publikum aber fest im Blick. „Wir möchten natürlich im dritten Liga-Spiel den dritten Sieg. In dieser Saison werden bereits sehr früh die Weichen für den weiteren Verlauf der Saison gestellt, ich hoffe dass wir so oben dran bleiben und unsere Chancen auf einen Play-Off-Platz weiter verbessern können."