German Open: Drinkhall qualifiziert sich für die Hauptrunde

Hat die Qulaifikationsrunde überstanden: Paul Drinkhall
Tischtennis
Freitag, 02.11.2012 / 11:36 Uhr

Am zweiten Tag der German Open in Bremen sind die Qualifikationsrunden zu Ende gegangen. Werders Paul Drinkhall hat die ersten beiden Tage erfolgreich absolviert, trifft in der ersten Hauptrunde nun aber gleich mit Koki Niwa auf eines der größten japanischen Hoffnungen. Aus deutscher Sicht haben mit Sabine Winter, Nadine Bollmeier, Shan Xiaona, Zoltan Fejer-Konnerth und Philipp Floritz fünf Qualifikanten den Einzug in die Hauptrunde geschafft. Enttäuschte Gesichter gab es hingegen bei Steffen Mengel, Ricardo Walther und Patrick Franziska. Am Freitag beginnen die Hauptrunden in der ÖVB-Arena. Dann greifen auch die gesetzten Spieler in den Wettbewerb ein. Neben den beiden Werderaner Chuang und Drinkhall sind auch insgesamt sind 14 Spieler des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) im Einzel vertreten. Am Donnerstag angereist und die erste Trainingseinheit absolviert haben auch die topgesetzten Spieler bei den Herren, Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov. Boll trifft in Runde eins am Freitag auf den japanischen Meister.

Am Freitag gehen die German Open auch für die gesetzten Spieler los. Bei den Herren ist Timo Boll (Düsseldorf) an Position eins gesetzt, Dimitrij Ovtcharov (Orenburg) an zwei. Die beiden Freunde reisten am Donnerstag aus Düsseldorf an und absolvierten gemeinsam die erste Trainingseinheit in der ÖVB-Arena. Ab Freitag sind sie dann Konkurrenten. Rekord-Europameister Boll steht vor einem schweren Auftaktmatch. In der ersten Runde der German Open in Bremen trifft er auf einen japanischen Newcomer. Der Rekord-Europameister bekommt es mit dem 19-jährigen Maharu Yoshimura zu tun, der bei den japanischen Meisterschaften den Weltranglisten-7. Mizutani im Finale bezwungen hatte. Insgesamt 14 Spielerinnen und Spieler des DTTB sind am Freitag in der Hauptrunde im Einsatz. Keinen weiten Anfahtrsweg hat hingegen Werders Chih-Yuan Chuang, der Taiwanese trifft am Freitag in der ersten Hauptrunde auf den Polen Jakub Dyas.

Fünf von deutsche Qualifikanten in der Hauptrunde
Freud und Leid lagen am Donnerstag in der entscheidenden Phase der Qualifikation nahe beieinander. Während Zoltan Fejer-Konnerth (Grenzau) und Philipp Floritz (Plüderhausen) den Einzug in die Hauptrunde schafften, ereilte Ricardo Walther (Düsseldorf), Steffen Mengel (Frickenhausen) und Patrick Franziska (Fulda) das Aus. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich hier so gut spielen würde", freute sich Fejer-Konnerth vom Bundesligisten TTC Zugbrücke Grenzau nach seinem 4:2-Erfolg im K.o.-Spiel gegen Hung Tzu-Hsiang aus Taiwan. Der 34-jährige Deutsche hatte nach einer zweimonatigen Pause wegen einer Fußverletzung vor der Fahrt nach Bremen nur eine Woche trainiert. Ein Grund für den Erfolg sei vielleicht die Tatsache gewesen, „dass ich heute in den entscheidenden Phasen erstaunlich ruhig geblieben bin" - keine Selbstverständlichkeit für den 46-fachen Nationalspieler, der das Turnier bisher ohne Coach bestritten hat. Denn: „Ansonsten werde ich zum Ende hin oft nervös."
Freude herrschte auch bei Philipp Floritz nach dem entscheidenden 4:3-Krimi gegen den Ukrainer Yevhen Pryshchepa. "Im siebten Satz, als ich mit 5:7 zurückgelegen hatte, sagte ich mir: jetzt einfach von Punkt zu Punkt spielen. Es hat zum Glück geklappt", betonte der 21-jährige Floritz.
Weniger erfolgreich lief es für Franziska, Mengel und Ricardo Walther. Der 20-Jährige von Borussia Düsseldorf war nach seiner Niederlage gegen Chen Feng (Singapur) zerknirscht und packte seine Enttäuschung in einen einzigen Satz: "Ich war hier einfach schlecht und für dieses Spiel nicht gut genug."
Bei Steffen Mengel war die Enttäuschung ebenfalls groß. Gegen den Bulgaren Platonov hatte der hochgewachsene Deutsche mit 2:1 und 6:3 geführt, doch dann „riss der Faden". „Dies ist für mich unerklärlich. Ab diesem Punkt konnte ich meine bisherige Leistung nicht weiter abrufen. Da ich vorher das Gefühl hatte, dass ich in der Lage bin, diesen Gegner zu besiegen, ist die Enttäuschung nun umso größer", sagte der Bundesligamann vom TTC matec Frickenhausen.
Auch Patrick Franziska musste die Segel streichen. Der 20-jährige Jungnationalspieler vom Bundesligisten TTC RhönSprudel Maberzell unterlag in seinem zweiten und entscheidenden Gruppenspiel dem Schweden Oversjo in sieben Sätzen.

 

(Quelle: DTTB)

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