Nicht nur die Spitzenposition, sondern vor allem die Dominanz des TTC lassen Tischtennis-Deutschland momentan aufhorchen. Die Ursache für diesen "Lauf" lassen sich bei genauerer Betrachtung jedoch schnell feststellen, der erstklassig zusammengestellte Kader hat sich mit zunehmender Spielzeit und wachsendem Selbstbewusstsein zu einem nahezu unüberwindbaren Hindernis entwickelt.
Seit Jahren auf den Bestenlisten steht Wang Xi. Der Chinese ist in der Klosterstadt eine Institution und kann getrost als „Hessischer Bub" bezeichnet werden. Als ausgesprochener Abwehrkünstler ist Wang Xi bei seinen Gegnern gefürchtet, mit einer 15:4-Bilanz ist die „Chinesische Mauer" auch in dieser Saison in bestechender Form. Die eigentliche Überraschung sind jedoch die beiden deutschen Nationalspieler Patrick Franziska (Bilanz 12:2) und Ruwen Filus (10:2). Beide Akteure befinden sich in der besten Phase ihrer bisherigen Karriere und stellen zusammen mit Wang Xi für ein kaum zu bezwingendes Trio.
Auch das Hinspiel in Fulda ging deutlich an den Tabellenführer, obwohl die Grün-Weißen zwei Spiele äußerst knapp abgeben mussten. "Unsere Jungs stellen sich bestens vorbereitet an den Tisch, Chuang hat zuletzt ja gezeigt, dass er gegen ein Abwehrbollwerk bestehen kann", gibt sich Sascha Greber für das Rückspiel kämpferisch. Auch wenn für einen Heimsieg alles passen muss, kann Werders Teamchef beste Unterhaltung für die Zuschauer garantieren. „Das wird ein echter Leckerbissen, spektakuläre Ballwechsel gegen die Abwehrkünstler Wang Xi und Ruwen Filus sind vorprogrammiert. Die Hürde ist hoch, aber wir möchten unbedingt mit einem Sieg unsere Playoff-Chancen wahren."