Mit 10:7 hatte zum Beispiel Constantin Cioti im ersten Satz alle Trümpfe in der Hand, doch spätestens als sein Gegenüber Wang Xi den Eröffnungsdurchgang unter dem Jubel der rund 800 Fans drehte, wurde jedem Werderaner die Schwierigkeit der Aufgabe bewusst. Obwohl "Costa" im dritten Satz trotz Rückstand noch ein kleines Comeback gelang, stand am Ende ein 3:1 für Wang Xi auf dem Tableau. Das gleiche Ergebnis gab es zur Überraschung aller auch in der zweiten Partie. Der zuletzt souveräne Chih-Yuan Chuang fand gegen die Abwehrkünste von Ruwen Filus kaum ein Mittel. Mit Ausnahme des zweiten Satzes konnte Filus mit der Unterstützung des frenetischen Publikums den Favoriten stürzen und sorgte somit für die Vorentscheidung.
Auch Adrian Crisan konnte das Blatt nicht mehr wenden, obwohl er bei seiner unglücklichen 3:2 Niederlage gegen Patrick Franziska durchaus einige Chancen auf einen Erfolg hatte. Dass es trotz ausgeglichenem fünften Satz nicht für Werders Rumänen reichte, war sinnbildlich für den gesamten Nachmittag aus grün-weißer Sicht: Obwohl die Chancen da waren geht der Sieg des neuen Tabellenführers absolut in Ordnung. Werders Quartett hat jetzt drei Wochen Zeit, sich von dieser schmerzhaften Niederlage zu erholen, in drei Wochen wartet mit dem TTF Liebherr Ochsenhausen der nächste Hochkaräter - dieses Mal aber dann in der Werder-Halle.
von Florian Schwarz
TTC RC Fulda-Maberzell - SV Werder Bremen 3:0
Wang Xi - Constantin Cioti 3:1 (14:12, 11:7, 11:13, 11:3)
Ruwen Filus - Chih-Yuan Chuang 3:1 (11:9, 7:11, 13:11, 12:10)
Patrick Franziska - Adrian Crisan 3:2 (11:6, 11:5, 6:11, 10:12, 11:9)