Hart umkämpfte Spiele beim 3:0 gegen Frickenhausen

Constantin Cioti gewann das wohl spannendste Spiel des Abends gegen Masaki Yoshida mit 3:2
Tischtennis
Dienstag, 02.10.2012 / 20:57 Uhr

Mit einem klaren 3:0 Heimsieg gegen den TTC Frickenhausen verabschieden sich Werders Tischtennis-Herren in die dreiwöchige Bundesliga-Pause. Chih-Yuan Chuang, Adrian Crisan und Constantin Cioti sorgten in dem zweistündigen Match für den verdienten Erfolg der Bremer, die in der Tabelle jetzt wieder mit einem ausgeglichenen Punkteverhältnis dastehen. Nach der Europameisterschaft in Dänemark steht für die Bremer wieder ein Heimspiel, wieder am Dienstag auf dem Spielplan: Am 30. Oktober empfangen die Werderaner dann den 1. FC Saarbrücken.

Auch wenn das Resultat eine deutliche Sprache spricht, so deutlich war es nicht, ganz im Gegenteil. „Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, das Ergebnis täuscht aber ein wenig über die Schwere der Aufgabe hinweg", fasst Cristian Tamas die Geschehnisse des Abends zusammen.

Den Weg zum Sieg ebnete dabei eine inzwischen lieb gewordene Gewohnheit, Chih-Yuan Chuang hatte bei seinem Sieg gegen Frickenhausens Yang Wang noch die geringste Mühe, was vor allem seinen Trainer freute. „Wir haben dieses Jahr eine überragende Nummer eins, der sich vor keinem Spieler in der Bundesliga zu fürchten braucht." Tatsächlich hat Werders Taiwanese mittlerweile eine beeindruckende 9:1 Bilanz aufzuweisen, letzte Woche vermittelte Chuang mit einem 4:0 Sieg gegen Chinas Top-Spieler Ma Long auch außerhalb der Werder-Welt einen Einblick in seine momentane Formkurve. Gegen den Abwehrspezialisten Wang brachte „Chuanny" viel Geduld mit an den Tisch und ließ sich nicht vorzeitig aus der Reserve locken. Mit der nötigen Selbstsicherheit geriet der 31-jährige sogar bei einem 3:8 Rückstand im dritten Satz nicht aus der Ruhe und drehte den Verlauf mit 11:8 zu seinen Gunsten.

 

Nicht ganz so schnell ging es dann bei Adrian Crisan, der mit dem an Nummer eins gesetzten Steffen Mengel zunächst große Probleme hatte. Nach anfänglichem Satzverlust fing sich der Rumäne im Laufe des zweiten Satzes aber und fand immer besser ins Spiel. Der Lohn waren drei siegreiche Sätze Crisans, der jeweils nur sieben Punkte seines Gegner zuließ und somit zur Vorentscheidung beisteuerte.

Der Abend hatte aber noch ein spielerisches und dramaturgisches Highlight für die etwa 400 Zuschauer parat. Denn während es am Anfang der Begegnung gar nicht nach einem Sieg für Werders Constantin Cioti aussehen wollte, kämpfte sich „Costa" mit jedem Ballwechsel mehr in das Spiel hinein. Gegen den mit viel Tempo spielenden Masaki Yoshida entwickelten sich so einige spektakuläre Ballwechsel, die immer öfters zu Gunsten des Werderaners entschieden wurden. „Ich war zu nervös am Anfang und habe eine falsche Taktik angewandt. Der Trainer hat mich dann aber noch einmal richtig eingestellt, so dass ich immer sicherer wurde und mir mehr zugetraut habe", beschreibt Cioti selbst das Geschehen. Werders Nummer drei spielte sich phasenweise in den „Tunnel" und erzwang tosenden Applaus von der Tribüne. Nach fünf hart umkämpften Sätzen schmetterte Cioti den finalen Ball erfolgreich zum 3:0 Endstand für sein Team und hinterließ erleichterte Gesichter auf der Trainerbank. „Jetzt haben wir auch in der Liga wieder ein wenig mehr Ruhe und können uns auf die Partie gegen Saarbrücken vorbereiten. Der Sieg war wichtig für den Punktestand, aber fast noch wichtiger für die Köpfe", konstatierte ein erleichterter Werder-Trainer nach dem Erfolg. Die Spieler haben nun bei der Europameisterschaft die Möglichkeit, ihr Selbstbewusstsein weiter aufzupolieren, damit es am 30. Oktober gegen den 1. FC Saarbrücken den nächsten Heimsieg zu feiern gibt.

Florian Schwarz

SV Werder Bremen - TTC matec Frickenhausen 3:0

Chih-Yuan Chuang - Yang Wang 3:0 (11:8, 11:7, 11:8)
Adrian Crisan - Steffen Mengel 3:1 (9:11, 11:7, 11:7, 11:7)
Constantin Cioti - Masaki Yoshida 3:2 (10:12, 11:6, 3:11, 11:6, 11:4)

 

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