So lange Christian Süß noch fehlt, findet die Borussia bei den anderen Teammitgliedern mehr als namhaften „Ersatz". Neben Timo Boll, von der Rheinischen Post kürzlich zum „unumschränkten Herrscher des bundesdeutschen Tischtennis" gekürt, steht mit Patrick Baum ein weiterer deutscher Nationalspieler im Aufgebot der Nordrhein-Westfalen. Komplettiert wird das Quartett durch János Jakab, der sich nach schwierigem Premieren-Jahr nun zur gewünschten Verstärkung für die Düsseldorfer entwickelt hat. Dass der Serienmeister nicht unbesiegbar ist zeigte sich jedoch am vergangenen Wochenende, als Timo Boll & Co. von glänzend aufspielenden Saarbrückern mit 3:0 bezwungen wurde.
Von einer Glanzform ist man derzeit an der Weser ein gutes Stück entfernt. Die schmerzhafte 2:3-Niederlage nach klarer Führung gegen Grenzau hat Spuren bei der Psyche hinterlassen, die Mannschaft versucht mit akribischer Arbeit in die Erfolgsspur zu finden. "Die Jungs arbeiten jeden Tag sehr hart, wir müssen mit kleinen Schritten versuchen wieder Souveränität an der Platte zu gewinnen", beschreibt Sascha Greber die momentane Situation des Teams. Einen Überraschungs-Coup in hält der Team-Manager für äußerst schwierig, jedoch nicht für ausgeschlossen. "Um Düsseldorf zu bezwingen muss natürlich alles stimmen und bei der Borussia einiges schief laufen. Wir müssen aber an unsere Chance glauben, das spielerische Potential ist in unserem Kader definitiv vorhanden."
Ob es im Düsseldorfer "ARAG CenterCourt" zu einer kleinen Sensation kommt, können übrigens auch daheimgebliebene Werder-Fans live mitverfolgen. Das zu dieser Saison neu gestartete "Borussia TV" überträgt die Begegnung am Sonntag ab 14 Uhr live.
Florian Schwarz