Der Mann des Spiels war zweifellos Bastian Steger, der mit zwei Siegen wesentlich zum Sieg beitragen konnte. Neuzugang Kirill Skachkov steuerte den dritten Siegpunkt bei.
Der Mann des Spiels war zweifellos Bastian Steger, der mit zwei Siegen wesentlich zum Sieg beitragen konnte. Neuzugang Kirill Skachkov steuerte den dritten Siegpunkt bei.
Das Team von Werder Bremen startete gestern Abend mit einem sehr starken Heimspiel in der Champions League gegen die favorisierte Mannschaft von AS Pontoise Cergy in die neue Saison. Nach einem 1:2 Rückstand drehten die Werderaner das Spiel noch und siegten mit 3:2.
Im ersten Spiel der neuen Saison war die Klaus-Dieter-Fischer-Halle lediglich zu zwei Dritteln gefüllt - wahrscheinlich waren das gute Wetter und das Interesse der Werder-Fans am Auswärtsspiel der Fußballprofis bei Hertha BSC Berlin zwei Gründe für diesen Umstand. Diejenigen Zuschauer, die das Spiel gegen den letztjährigen Champions League Sieger aus Frankreich vorzogen, hatten sicherlich keine falsche Entscheidung getroffen - sie sollten mit einem Tischtennis-Spiel auf höchstem Niveau belohnt werden.
Im ersten Spiel des Abends konnte Bastian Steger eine Topleistung gegen den Chinesen Wang abrufen. Er ließ ihm bei dem klaren 3:0 nicht den Hauch einer Chance. Sowohl die Vor- als auch die Rückhandschläge von Steger waren unglaublich druckvoll und präzise - eine ganz starke Vorstellung der Nummer eins des SV Werder.
Dann folgte die Premiere des russischen Neuzugangs Kirill Skachkov im Trikot des SV Werder Bremen. Mit Freitas wartete ein ganz dicker Brocken auf den Russen - Freitas ist momentan immerhin die Nummer 10 der aktuellen ITTF-Weltrangliste. Lediglich den zweiten Satz konnte Skachkov mit 11:8 für sich entscheiden - kurioserweise steigerte er sich in diesem Satz erheblich nachdem ihm vom Schiedsrichter ein Punkt wegen eines angeblichen Aufschlagfehlers abgezählt wurde. Insgesamt war Freitas bei der 1:3 Niederlage nicht wirklich durch Skachkov gefährdet - es war dennoch eine gute Leistung des Russen.
Im Anschluss stand die Partie von Constantin Cioti gegen den Schweden Karlsson auf dem Programm. Das Spiel stand lange auf des Messer's Schneide - nach fünf umkämpften Sätzen musste sich Cioti allerdings mit 2:3 dem Schweden geschlagen geben. Ärgerlich war dabei, dass der erste Satz mit 14:16 verloren ging. Doch insgesamt war auch die Leistung von Cioti als sehr stark zu bezeichnen und die Zuschauer waren von zahlreichen tollen Ballwechseln begeistert.
Mit der Niederlage von Cioti und dem zwischenzeitlichen 1:2 lastete nun der ganze Druck auf Bastian Steger. Um die Werderaner weiter im Spiel zu halten musste er unbedingt den Portugiesen Freitas schlagen - und diese Aufgabe gelang ihm meisterhaft. In einem überragenden Spiel schlug er Freitas mit einem deutlichen 3:0. Dabei gelang ihm das Kunststück im dritten Satz einen Rückstand von 4:10 in einen 13:11 Satz- und damit Spielgewinn umzudrehen. Nachdem Steger bereits im ersten Spiel gegen Wang brillant aufgespielt hatte gelang ihm im Spiel gegen Freitas nochmals eine Steigerung - die Zuschauer waren aus dem Häuschen.
Der Ausgleich zum 2:2 schien auch Kirill Skachkov beflügelt zu haben. Im letzten Spiel des Abends zeigte er gegen Wang eine sehr couragierte und spielerisch starke Leistung. Die Belohnung für diese Leistung war der verdiente 3:1 Sieg. Die Erleichterung über den ersten Sieg für die Werderaner war dem Russen anzumerken - er reckte die Faust in die Luft und genoß den Jubel der Zuschauer.
Damit hatten die Werderaner den 3:2 Sieg in der Tasche. Teamchef Sascha Greber sprach nach dem Spiel von einem sensationellen Sieg. Mit diesem hervorragenden Saisonauftakt sollte das Team das anstehende erste Auswärtsspiel der TTBL am morgigen Sonntag beim TTC Hagen (Beginn ist um 15.00 Uhr) mit gesundem Selbstbewusstsein angehen können.
Die Ergebnisse von gestern Abend im Einzelnen:
Steger - Wang 3:0 (11:3, 11:7, 12:10)
Skachkov - Freitas 1:3 (9:11, 11:8, 8:11, 3:11)
Cioti - Karlsson 2:3 (14:16, 11:4, 11:7, 9:11, 6:11)
Steger - Freitas 3:0 (11:6, 11:8, 13:11)
Skachkov - Wang 3:1 (11:8, 11:3, 9:11, 11:7)
Bericht von Stefan Dörr-Kling
