Auch Chuang zeigte den 6.000 Zuschauern sein spielerisches Repertoire, was bleib ist jedoch das bei Olympia so unbeliebte „Blech", der Sprung auf das Treppchen ist denkbar knapp verpasst. Beide Kontrahenten schenkten sich in einem offenen Schlagabtausch nichts, im Vergleich zu den taktisch geprägten Halbfinals kamen die Zuschauer beim Deutsch-Chinesischen Duell voll auf ihre Kosten. Nach furiosem Start des Taiwanesen starte auch „Dima" richtig durch und drehte den Satz noch zum 12:10 zu seinen Gunsten.
In den folgenden beiden Durchgängen zeigte der Neu-Bremer dann aber seine Stärken, mit technisch starkem Spiel holte sich der Neu-Bremer die Sätze zwei und drei, der Spielverlauf entwickelte sich ganz nach dem Geschmack des Asiaten. Dies schien bis zum 10:8 im vierten Satz auch weiter Bestand zu haben, bis jener unvermeidbare Kantenball dem Geschehen eine andere Wendung gab. Ovtcharov biss sich zurück und zeigte sich anschließend deutlich aggressiver als noch zuvor. So gelang dem 23-jährigen auch die Satzbälle seines Kontrahenten im sechsten Satz abzuwehren, um letztendlich das Spiel um Bronze endgültig für sich zu entscheiden.