Hätten Sie's gewusst: wie entstehen eigentlich jedes Jahr die Mannschaftsaufstellungen?

Der Sportwart und die Mannschaftsführer nach der Sitzung am 26. Juni 2012. Von links nach rechts: Sportwart Peter Eilers, Günter Einemann (8.), Alexander Dyx (6.), Dietrich Milles (9.), Markus Tofaute (7.), Stefan Dörr-Kling (2.), Harald Phieler (5.), Arne Koch (3.) - es fehlt: Moritz Milles (4.)
Tischtennis
Samstag, 28.07.2012 / 19:00 Uhr

Im September startet die neue Tischtennis-Saison 2012/2013 für unsere Amateur-Teams. Der SV Werder tritt im Herrenbereich mit insgesamt 9 Mannschaften an. Wir stellen in diesem Artikel am Beispiel der Herrenmannschaften den Prozess dar wie die Aufstellungen der Mannschaften zustande kommen.

Im September startet die neue Tischtennis-Saison 2012/2013 für unsere Amateur-Teams. Der SV Werder tritt im Herrenbereich mit insgesamt 9 Mannschaften an. Wir stellen in diesem Artikel am Beispiel der Herrenmannschaften den Prozess dar wie die Aufstellungen der Mannschaften zustande kommen.

Sportwart Peter Eilers ist um seine Aufgabe nicht zu beneiden. Er ist der Koordinator für diese Aufgabe und hält alle Fäden in der Hand. Er muss versuchen, unter den gegebenen Rahmenbedingungen möglichst viele Interessen von Spielern, Trainern und Mannschaftsführern unter einen Hut zu bekommen. Dies stellt sich jedoch als sehr komplex dar.

Die Überlegungen bezüglich der neuen Mannschaftsaufstellungen begannen schon sehr früh. Kurz nach Abschluss der Saison 2011/2012 fand bereits am 22. Mai 2012 die erste Spielerversammlung statt. Peter Eilers hatte dazu einen Vorschlag ausgearbeitet, der dann die Basis für die anschließende Diskussion darstellte. Die Beteiligung an der Veranstaltung war groß und die Diskussion dauerte letztlich von 19.30 Uhr bis 23.30 Uhr.

Der "ominöse" QTTR-Wert bestimmt den Rahmen

Die Rahmenbedingungen für die Aufstellungen sind stark vorgegeben. Jeder Spieler hat aufgrund seiner Spielergebnisse aus der Vergangenheit einen sogenannten QTTR-Wert (Quartals-Tischtennis-Rating Wert). Dieser Wert wird von dem Internet-Portal Click-TT ermittelt, in dem alle Spielergebnisse der Spieler nach einem sehr komplexen Bonus-Malus-System sowie unter Berücksichtigung der Spielklasse ausgewertet werden. Weitere Informationen können in den unten eingefügten Links abgerufen werden. Von dem QTTR-Wert hängt ab, in welcher Reihenfolge die Spieler in die Mannschaften "einsortiert" werden müssen. Es gibt geringfügige Abweichungswerte, die Ausnahmen von dieser Sortierung ermöglichen.

Will nun ein Spieler außerhalb dieser Sortierung eingestuft werden, weil er z.B. in einer tieferklassigen Mannschaft spielen möchte erhält er einen sogenannten Sperrvermerk. D.h. er darf nicht in den höherklassigen Mannschaften als Ersatzspieler eingesetzt werden. Dies sollte natürlich im Gesamtinteresse der Abteilung vermieden werden. Dagegen ist es nicht möglich, einen Spieler mit einem niedrigen QTTR-Wert in einer höherklassigen Mannschaft zu platzieren.

Sich regen bringt Segen und einen höheren QTTR-Wert

Eine Anregung an dieser Stelle an alle Spieler, die ihren QTTR-Wert verbessern möchten und damit eventuell ihre Aufstellung in einer höheren Mannschaft in der Rückserie erreichen können. Durch die Teilnahme an offiziellen Turnieren kann der QTTR-Wert gesteigert werden - dies setzt natürlich voraus, dass man bei diesen Turnieren erfolgreich spielt. Die Rückrundenaufstellungen werden auf Basis des nächsten QTTR-Wertes mit Stand 15.12.2012 ermittelt. Zur Information haben wir die letzten vier QTTR-Werte unserer Spieler unten eingefügt.

Berücksichtigung der Jugend und sonstiger "Befindlichkeiten"

Dann gilt es natürlich noch die Förderung der Jugend im Auge zu behalten. Jugendliche, die besonderes spielerisches Potenzial besitzen, dürfen zusätzlich zu ihren Spielen im Jugendbereich mit einer sogenannten Spielberechtigung für Erwachsene (SBE/JES) am Punktspielbetrieb der Erwachsenen teilnehmen. Hierzu gibt es klare Regelungen. Die Jugendlichen haben einen vergleichbaren QTTR-Wert, so dass auch sie nur aufgrund dieses Wertes in den entsprechend "passenden" Mannschaften eingruppiert werden dürfen.

Nicht zu vergessen sind die emotionalen Befindlichkeiten von Spielern, die gerne lieber mit Mitspieler Müller und Meier spielen als mit Mitspieler Schulz. Dieser Faktor sollte nicht unterschätzt werden, und es wurde versucht auch diesen Vorlieben gerecht zu werden. Trotz aller schwierigen Einflussfaktoren gelang es in dem Treffen am 22. Mai einen für alle Beteiligten tragbaren weiteren Vorschlag für die Aufstellungen 2012/2013 zu erarbeiten.

Dieser weitere Vorschlag wurde dann am 26. Juni 2012 im Rahmen eines Treffens der Mannschaftsführer mit Sportwart Peter Eilers abschließend diskutiert und verabschiedet. Doch damit war der Prozess noch nicht abgeschlossen.

Der Staffelleiter - die letzte Instanz

Die von Sportwart Peter Eilers und den Mannschaftsführern erarbeiteten Mannschaftsaufstellungen wurden über das Internetportal Click-TT an die jeweiligen Staffelleiter der einzelnen Spielklassen gemeldet. Die Staffelleiter hatten nun die Aufgabe die von uns erarbeiteten Mannschaftsaufstellungen zu prüfen - sind alle Vorgaben eingehalten worden, sind Unstimmigkeiten vorhanden etc..

Aus diesen Prüfungen resultierte, dass wir bezüglich der Eingruppierung unserer Jugendlichen Umstellungen vornehmen mussten. Außerdem fiel einem Klassenleiter auf, dass ein Spieler, der nach sehr langer Spielpause entgegen unserer Kenntnis noch einen QTTR-Wert aus dem Jahr 2008 aufwies. Dies führte dazu, dass dieser Spieler nicht in der 8. sondern in der 9. Mannschaft eingesetzt werden muss. Dieser Spieler kann natürlich auch in der 8. Mannschaft eingesetzt werden und sich dort mit seinem 4. Einsatz "festspielen".

Nur gemeinsam können tragfähige Lösungen erzielt werden

Der Prozess für die Damen- und Jugendmannschaften läuft letztlich nach dem gleichen Schema ab. Im Jugendbereich sind Birte Grensemann, Jürgen Prothmann und unsere Trainer bezüglich der Mannschaftsaufstellungen verantwortlich.

Wir hoffen, dass die Darstellung dieses Prozesses ein wenig Verständnis bei den Spielern weckt, die mit ihrer Position in einer Mannschaft eventuell unzufrieden sind. Wir versuchen im Verein jedes Jahr die allgemeinen und persönlichen Interessen ausgewogen zu gestalten. Dies erfordert von jedem Spieler auch eine gewisse Kompromissbereitschaft damit wir für unsere Abteilung die optimalen Aufstellungen finden können.

Vielen Dank an dieser Stelle für die geleistete Arbeit vor allen Dingen an unseren Sportwart Peter Eilers, unsere Mannschaftsführer, unseren Jugendwart Birte Grensemann, unseren Jugendkoordinator Jürgen Prothmann und die mitwirkenden Trainer. Wir bedanken uns auch bei den Spielern, die sich an der Spielerversammlung am 22. Mai beteiligt haben und in einer konstruktiven Diskussion zur Zusammenstellung der neuen Mannschaften beigetragen haben.

von Stefan Dörr-Kling

 

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