Fünfte Herren - beständig unbeständig

Der bisherige Saisonverlauf in der FTTB-Liga gleicht einer Achterbahnfahrt - ausführlicher Bericht von Mannschaftsführer Marc Sengstake (Bild: Martin Stöver)
Tischtennis
Sonntag, 29.11.2015 / 20:32 Uhr

Beständig unbeständig - so oder so ähnlich lässt sich der weitere Saisonverlauf der fünften Herrenmannschaft in der FTTB-Liga überschreiben. Auch die Liga zeigt sich sehr ausgeglichen und glänzt immer wieder mit knappen und überraschenden Spielverläufen; weder ist eine Mannschaft endgültig abgeschlagen noch wird sich eine Mannschaft bis Jahresende vorentscheidend absetzen können.

Aufgrund dieser Ausgeglichenheit wird für die fünfte Herren somit jedes Spiel zu einem Härtetest, der hohe Anforderungen an uns Hobbysportler stellt, bedenkt man den Rhythmus von 7 Spielen in 28 Tagen. Trotzdem schafft es das Team inzwischen regelmäßig, an der Vierstundenmarke in den Punktspielen zu kratzen - fraglich, ob dies hilfreich ist...

SV Werder Bremen V gegen ATSV Sebaldsbrück (8:8)

Die dritte Begegnung in der Saison fand Anfang November in eigener Halle gegen den ATSV Sebaldsbrück statt. Der Gegner war in der letzten Saison noch in der Spitzengruppe angesiedelt, sodass sich die Fünfte nicht unbedingt als Favorit sah. Unklarheiten in Aufstellung und Doppelkombinationen wurden erst kurzfristig geklärt; man entscheid sich für eine Aufstellung zu siebt, wobei Marc Sengstake im Einzel und Eugen Butsch im Doppel aussetzten. Für das Doppel erwies sich dies zunächst als erfolgreicher Schachzug, denn Frank Farchmin/Frank Mahler und die Youngster Leon Gerlach/Leon Grieshop holten zwei ungefährdete Punkte, und auch Philip Milles/Marc Sengstake sahen bei 2:1 und 4:1 im vierten Satz wie die Sieger aus, doch riss durch ein gegnerisches Timeout der Rhythmus, sodass das ein 3:0 Führung nach den Doppeln knapp verpasst wurde.

Im oberen Paarkreuz gelang nur Philip ein Punkt gegen Helge Uhing; Eugen präsentierte sich Tatjana Pokrovskaja durchaus kampfstark, musste das Einzel aber dann doch mit 2:3 abgeben. In der Mitte erwies sich Frank Mahler als die Wand und holte zwei klare 3:0 Erfolge, während Frank Farchmin zunächst mit 1:3 und später mit 2:3 (9:11) ein einem selten gesehenen Zeitspiel unterlag. Die Leons glichen das 1:3 im oberen Paarkreuz wieder aus und schickten die Abwehrkombination Farchmin/Mahler ins Abschlussdoppel.
Sie gingen zunächst sogar in Führung, doch konnten Tatjana Pokrovskaja/Helge Uhing eine entscheidende Umstellung vornehmen und die weiteren Sätze klar gewinnen.
Insgesamt eine runde Mannschaftsleistung, die vor dem Hintergrund der letztjährigen Stärke Sebaldsbrücks mit einem Punktgewinn belohnt wurde.

SV Werder Bremen V gegen TuS Schwachhausen (7:9)

Eine Woche später fand der Vergleich mit dem Aufsteiger und „Unentschiedenkönig" TuS Schwachhausen - bis dato drei Mal 8:8 - statt. Frank Farchmin setzte aus; die Doppelaufstellung sah die neue Einserkombination Milles/Gerlach sowie Sengstake/Mahler und Butsch/Grieshop. Leider schaffte es keine dieser Kombinationen, wenigstens einen Punkt in die Einzelrunde zu schicken; nur Eugen und Leon kratzten an einem Erfolg. In den ersten Einzeln kamen Philip und Marc bei zwei 0:3 Niederlagen ebenfalls nicht in die Nähe von Spielgewinnen, sodass Erinnerungen an das 0:9 gegen TV Bremen-Walle zum Saisonauftakt wach wurden. Sie sollten sich aber nicht bestätigen, denn die nächsten drei Einzel wurden von Eugen, Frank und Leon Gerlach geholt. Leon Grieshop führte leider ein nervös verlaufendes Spiel und verlor folgerichtig mit 1:3.

Mit dem Zwischenstand von 3:6 ging es in die zweite Einzelrunde. Philip rang zunächst seinen Gegner Daniel Riehl nach wechselhaftem Verlauf mit 3:2 nieder, während Marc komplett ohne Form und Fassung agierte und das zweite deutliche 0:3 quittierte. In der Mitte folgte eine weitere Punkteteilung, sodass bei 5:8 die Leons die Tische besetzten. Leon Gerlach konnte sich zunächst nicht für gute spielerische Aktionen belohnen, drehte das Spiel und erspielte sich schon im vierten Satz Matchbälle. Diese gingen verloren, doch nach einem Thriller im fünften Satz holte er mit einem 13:11 den sechsten Punkt. Am Nebentisch agierte Leon Grieshop zwischen Welt- und Kreisklasse - hohen Führungen folgten unerklärliche Negativserien. Nach dem Ausgleich zum 2:2 hatte er seine Nerven aber endgültig im Griff und kam zu einem deutlichen 11:3 - auch solche Spiele wollen gewonnen werden - gut so.

Nun ging es also bei 7:8 erneut ins Abschlussdoppel - doch konnte die Doppelserie „erfolgreich" ausgebaut werden, denn auch dieses Mal mussten Philip und Leon Gerlach ihren Gegnern beim 0:3 gratulieren - nach dem großen Kampf eine doofe Niederlage.

SC Vahr Blockdiek II gegen SV Werder Bremen V (5:9)

Die Doppelserie konnte auch in der nächsten Begegnung am 17.11. beim SC Vahr/Blockdiek fortgesetzt werden; erneut gab es ein 0:3 nach den Eingangsdoppeln - bereits zum dritten Mal in dieser Saison. Dieses Mal erfolgte das Break in den Einzeln aber früher. Marc verlor gegen Kai Karsens noch mehr oder minder erwartet, doch Philip fummelte sich gegen den Abwehrer Frank Smolnik durch das Spiel und kam zu einem 3:1. Damit startete er eine kleine Siegesserie, denn auch die folgenden Begegnungen gingen an uns. Bemerkenswert dabei die Nervenstärke von Frank Farchmin und der Kampfgeist von Eugen, der aus einem 0:2 ein 3:2 machte. Deutlich hingegen waren die Erfolge von Leon Gerlach und Frank Mahler im unteren Paarkreuz.

Nach einer zwischenzeitlichen, ebenfalls mehr oder minder erwarteten Niederlage Philips gegen Kai Karsens startete Marc eine weitere Serie aus 3:1 bis 3:0 Siegen - am Ende mündete der Spielverlauf in einen 9:5 Erfolg, der nach den Doppeln in dieser Form nicht abzusehen war. Zwischenstand der spielübergreifenden Doppelniederlagen seit dem Abschlussdoppel im Sebaldsbrück-Spiel - 0:8! Erste Scherze von Doppel-Auslosungen machten die Runde...

SV Werder Bremen V gegen BTV Friesen (8:8)

Schon drei Tage später erfolgte gegen Friesen der nächste Versuch, der Doppelserie eine neue Richtung zu verleihen. Erneut wurde auf die erfolgreiche Taktik aus dem Sebaldsbrück-Spiel zu siebt zurückgegriffen; dieses Mal spielte nur Leon Grieshop Doppel, während erneut Eugen aussetzte und erst zum Einzel eingriff.
Philip und Leon Gerlach brachen dann als erste den Bann und erspielten uns das 1:0. Offenbar setzte dies zusätzliche Kräfte beim Abwehrdoppel Frank F./Frank M. frei, denn auch sie kamen gegen das Einserdoppel in einem spannenden Spiel zu einem knappen 3:2 Erfolg. Marc und Leon Grieshop konnten dem leider nicht folgen, zeigten aber gute spielerische Ansätze.

Oben hielt Philip das Spiel gegen den bei Werder nicht unbekannten Belmin A. über weite Teile offen, konnte aber ein 1:3 nicht verhindern. Marc fummelte sich gegen den sichtlich angeschlagenen, aber immer noch sicher blockenden und bei Werder auch nicht unbekannten Wolfgang Meiners zu einer 2:0 Führung. Danach verpennte er den Start des dritten Satzes und den vierten gar komplett, bevor er sich wieder fang und den fünften Satz zum 3:2 holte. Mit ähnlichen Spielverläufen endeten die späteren Überkreuzvergleiche im oberen Paarkreuz - Sieg gegen Wolfgang und Niederlage gegen Belmin.

In der Mitte war an diesem Tag nicht viel zu holen - Eugen verzeichnete je einen Satzgewinn gegen van Hove und den oberligaerfahrenen Nowakowski bei teilweise knapp abgegebenen Sätzen, während Frank F. seine Chancen vor allem gegen van Hove leider nicht nutzen konnte.

Im unteren Paarkreuz holten Frank M. und Leon Gerlach 3:1 Punkte. Leon ließ einem 3:0 im ersten Einzel ein 3:1 vor dem Abschlussdoppel folgen. Frank kam zu einem klaren 3:0, bevor er eine knappe Niederlage gegen Christoph Rode hinnehmen musste. Somit stand es erneut 7:8 vor dem Abschlussdoppel.

Philip und Leon trafen zu Beginn die richtige Aufstellung, denn nach verlorenem ersten Satz wurde im zweiten Satz schnell klar, dass dies die bessere Stellung war. Als sie auch noch den dritten Satz mit 11:9 holten, machte sich allmählich Zuversicht breit, die während des vierten Satzes bei 8:4 schon fast zur Gewissheit wurde. Doch der Teufel ist ein Eichhörnchen und so sammelte der Gegner seine nächsten Punkte. Trotzdem blieben Philip und insbesondere Leon dran, insbesondere letzterer glänzte regelmäßig mit unerreichbaren Block- und Topspinbällen. Leider wurden die ersten Matchbälle dann fast schon leichtfertig vergeben - unschön und auf hässlichem Trashtalkniveau vom Gegner begleitet und kommentiert. So war der Verlust dieses Satzes keine große Überraschung. Psychologisch waren sie sicher im Nachteil, doch gingen Philip und Leon unverzagt an die Aufgabe, schüttelten sich kurz und gingen bei 5:4 erstmals in Führung, die sie bis 8:8 hielten. Hier überraschte Leon die Gegner erneut mit zwei starken Bällen, und der gefühlt hundertste Matchball konnte dann zum 8:8 Endstand verwandelt werden. Eine Punkteteilung, die sich nach diesem nervenaufreibenden Spiel mehr wie ein Sieg anfühlte.

TuRa Bremen gegen SV Werder Bremen V (3:9)

Nach diesen Erfolgen im Doppel folgten auch schnell die nächsten Scherze; dieses Mal von der neuen Doppelmacht. Viel Zeit für Scherze blieb aber nicht, denn schon am 22.11. ging es bei TuRa Bremen weiter. Erneut schickten wir Philip und Leon Gerlach als Doppel eins ins Rennen; Marc und Frank M. bildeten aufgrund des Aussetzens von Frank F. das zweite Doppel und Eugen und Leon Grieshop gingen als Doppel drei ins Spiel. Diese Kombinationen legten schnell den Grundstein zu einem schnellen und nicht zu erwartenden 9:3 Auswärtssieg. Philip und Leon bzw. Eugen und Leon kamen zu sicheren 3:0 bzw. 3:1 Siegen, während Marc und Frank M. erneut eine 1:3 Niederlage kassierten, wobei die 3 Sätze allesamt mit nur zwei Punkten verloren wurden - schade.

Oben wurden die Punkte dann geteilt - Philip gewann mit 3:0 bei zwei knappen Sätzen, während Marc ein 2:3 nach zwischenzeitlicher 2:1 Führung kassierte. Erneut ungefährdet präsentierte sich Frank M. bei seinem souveränen 3:0. Eugen gewann sein Spiel mit 3:2 Sätzen und überzeugte dabei besonders im fünften Satz. Leon Grieshop wackelte nach hoher Führung im ersten Satz, gab diesen ab, war danach dann aber konzentriert bei der Sache, sodass es einen 3:1 Sieg gab. Überlegen zeigte sich Leon Gerlach bei seinem 3:0 Erfolg gegen Ersatzmann Lakshan Tharmakularajah, der für den verhinderten Präsidenten Tobias Genz bei TuRa aushalf.

Nach einer 1:3 Niederlage durch Philip im Duell der Einser war das Spiel durch zwei 3:1 (Marc) bzw. 3:0 Siege (Eugen) dann schnell und unspektakulär beendet; mit zweidreiviertel Stunden das bisher schnellste Spiel der Saison, vom 0:9 gegen TV Bremen-Walle abgesehen.

Mit 8:6 Punkten hat sich die Mannschaft im Mittelfeld der Liga stabilsiert

Mit den jetzt erreichten 8:6 Punkten hat sich die Mannschaft inzwischen und endlich im Mittelfeld der Liga stabilisiert und hofft, nach den zwei noch ausstehenden Spielen mit einem positiven Punktekonto in die Weihnachtspause gehen zu können. Diesem Ziel stehen mit dem angeschlagenen Tabellenletzten Findorff und dem Ligafavoriten Aumund-Vegesack aber noch schwierige Aufgaben im Wege.

von Marc Sengstake - Mannschaftsführer SV Werder Bremen V

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