Schon drei Tage später erfolgte gegen Friesen der nächste Versuch, der Doppelserie eine neue Richtung zu verleihen. Erneut wurde auf die erfolgreiche Taktik aus dem Sebaldsbrück-Spiel zu siebt zurückgegriffen; dieses Mal spielte nur Leon Grieshop Doppel, während erneut Eugen aussetzte und erst zum Einzel eingriff.
Philip und Leon Gerlach brachen dann als erste den Bann und erspielten uns das 1:0. Offenbar setzte dies zusätzliche Kräfte beim Abwehrdoppel Frank F./Frank M. frei, denn auch sie kamen gegen das Einserdoppel in einem spannenden Spiel zu einem knappen 3:2 Erfolg. Marc und Leon Grieshop konnten dem leider nicht folgen, zeigten aber gute spielerische Ansätze.
Oben hielt Philip das Spiel gegen den bei Werder nicht unbekannten Belmin A. über weite Teile offen, konnte aber ein 1:3 nicht verhindern. Marc fummelte sich gegen den sichtlich angeschlagenen, aber immer noch sicher blockenden und bei Werder auch nicht unbekannten Wolfgang Meiners zu einer 2:0 Führung. Danach verpennte er den Start des dritten Satzes und den vierten gar komplett, bevor er sich wieder fang und den fünften Satz zum 3:2 holte. Mit ähnlichen Spielverläufen endeten die späteren Überkreuzvergleiche im oberen Paarkreuz - Sieg gegen Wolfgang und Niederlage gegen Belmin.
In der Mitte war an diesem Tag nicht viel zu holen - Eugen verzeichnete je einen Satzgewinn gegen van Hove und den oberligaerfahrenen Nowakowski bei teilweise knapp abgegebenen Sätzen, während Frank F. seine Chancen vor allem gegen van Hove leider nicht nutzen konnte.
Im unteren Paarkreuz holten Frank M. und Leon Gerlach 3:1 Punkte. Leon ließ einem 3:0 im ersten Einzel ein 3:1 vor dem Abschlussdoppel folgen. Frank kam zu einem klaren 3:0, bevor er eine knappe Niederlage gegen Christoph Rode hinnehmen musste. Somit stand es erneut 7:8 vor dem Abschlussdoppel.
Philip und Leon trafen zu Beginn die richtige Aufstellung, denn nach verlorenem ersten Satz wurde im zweiten Satz schnell klar, dass dies die bessere Stellung war. Als sie auch noch den dritten Satz mit 11:9 holten, machte sich allmählich Zuversicht breit, die während des vierten Satzes bei 8:4 schon fast zur Gewissheit wurde. Doch der Teufel ist ein Eichhörnchen und so sammelte der Gegner seine nächsten Punkte. Trotzdem blieben Philip und insbesondere Leon dran, insbesondere letzterer glänzte regelmäßig mit unerreichbaren Block- und Topspinbällen. Leider wurden die ersten Matchbälle dann fast schon leichtfertig vergeben - unschön und auf hässlichem Trashtalkniveau vom Gegner begleitet und kommentiert. So war der Verlust dieses Satzes keine große Überraschung. Psychologisch waren sie sicher im Nachteil, doch gingen Philip und Leon unverzagt an die Aufgabe, schüttelten sich kurz und gingen bei 5:4 erstmals in Führung, die sie bis 8:8 hielten. Hier überraschte Leon die Gegner erneut mit zwei starken Bällen, und der gefühlt hundertste Matchball konnte dann zum 8:8 Endstand verwandelt werden. Eine Punkteteilung, die sich nach diesem nervenaufreibenden Spiel mehr wie ein Sieg anfühlte.