Spannendes Finale bei der Bremer Schnellschach Meisterschaft

Epishin gewinnt, David Höffer Bremer Meister, Werderaner gut platziert
Bremer Schnellschachmeister 2018: David Höffer vom Delmenhorster SK
Schach
Donnerstag, 15.02.2018 / 22:04 Uhr

Stephan Buchal

73 Schachfreunde, darunter neun Werderaner, hatten sich am vergangenen Sonntag bei „Radio Bremen“ eingefunden, um den diesjährigen Bremer Schnellschachmeister zu ermitteln und einen der begehrten Preise zu gewinnen.

„Same procedure as every year“ – wieder einmal hatten die Findorffer Schachfreunde als Ausrichter des Burkhard-Mentz-Memorials alles bestens organisiert: zügige Auslosungen, gewohnt gute Verpflegung und eine souveräne Turnierleitung in den Händen von Karsten Ohl und Thorsten Ahlers. Einziges Manko: die letzte Runde war pünktlich um 18 Uhr beendet … so dass euer Berichterstatter erst zur zweiten Halbzeit der Partie Werder-Wolfsburg im Weserstadion ankam.

Die großen Favoriten waren von auswärts angereist: GM Vladimir Epishin durfte dabei genauso wenig fehlen wie IM Ilja Schneider. Aber auch der Griesheimer Bundesligaspieler IM Stefan Walter, ehemals Ganderkesee, IM Martin Breutigam und der gefürchtete Schnell- und Blitzschachspieler David  Höffer aus Delmenhorst gehörten zum weiteren Favoritenkreis. Bei den Werderanern machten sich vor allem die Jungen (Nikolas Wachinger, Nils-Lennart Heldt, David Kardoeus) und erfahrene Schlachtrösser (Olaf Steffens, Stephan Buchal) Hoffnung auf eine vordere Platzierung.

Die ersten vier Runden standen ganz im Zeichen der Favoritensiege, auch wenn einige schon frühzeitig die ersten Federn lassen mussten. Gleich nach der Mittagspause kam es zum Aufeinandertreffen DER Favoriten Ilja Schneider gegen Vladimir Epishin. Und damit auch zum großen Eklat:  Epishin hatte ein schwieriges Endspiel gerade noch so in den Remishafen gesteuert. Mit 15 Sekunden Restbedenkzeit hielt er die Uhr an, sprang auf und reklamierte lautstark „remis, remis“. Das Schiedsgericht musste tagen und entschied auf „Weiterspielen“, da noch genügend Möglichkeiten bestanden, die Partie regelgerecht zu gewinnen (bzw. zu verlieren). Ilja Schneider verzichtete dennoch auf die Möglichkeit, seinen Gegner „über die Zeit zu heben“ und willigte sportlich in die Punkteteilung ein – was letztlich entscheidend für den glücklichen Turniersieg des russischen Bären war. In der Endabrechnung gewann Epishin mit 7,5 Punkten, danach folgten Ilja Schneider, Stefan Walter und David Höffer mit jeweils 7 Punkten. David Höffer als bester „Bremer“ errang damit den Titel des Bremer Schnellschachmeisters.

Collin Colbow

Unmittelbar hinter diesem Quartett landete der 12-jährige Collin Colbow vom SK Bremen-Nord mit 6,5 Punkten auf dem 5. Platz. Er lieferte eine ganz hervorragende Leistung ab, verlor nur gegen Epishin und spielte gegen Schneider und Walter remis. Punktgleich mit ihm landeten mit Stephan Buchal und IM Manfred Hermann zwei Senioren auf den Plätzen 6 und 7, wobei euer Berichterstatter nur durch die minimal bessere Drittwertung (!) die Nase geringfügig vorn hatte.

Auch die anderen Werderaner schlugen sich wacker: Der 14-jährige Nikolas Wachinger kam als zweitbester Jugendlicher mit 6 Punkten auf den 11. Platz – erst eine Niederlage gegen Ilja Schneider in der vorletzten Runde kostete ihn eine bessere Platzierung, Olaf Steffens erlebte Höhen und Tiefen (3 Siege, dann 3 Niederlagen, zum Schluss wieder drei Siege) und erreichte Platz 13. Nils-Lennart Heldt kam mit 5,5 Punkten auf Platz 18; David Kardoeus war mit 5 Punkten und Platz 26 sicher nicht zufrieden, aber auch er konnte sich beim anschließenden 3:1 im Weserstadion trösten.

Anastasia Erofeev kam mit ebenfalls 5 Punkten auf den 30. Platz (und ist als einzige Frau im Feld automatisch Bremer Schnellschach Damenmeisterin – ihr wäre Konkurrenz zu wünschen!), Lars Milde erreichte mit einem starken Endspurt noch 4,5 Punkte, Martin Herzig und Helmut Rose blieben mit ordentlichen 3 bzw. 2,5 Punkten im erwarteten Rahmen.

Bis zum nächsten Jahr bei „Radio Bremen“!

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