Nach einer knappen, aber nicht unverdienten 3,5:4,5-Niederlage bei den Schachfreunden Berlin befindet sich Werders Zweite mit 5:5 Punkten im Mittelfeld der 2. Bundesliga Nord – aber nur noch 2 Punkte von den Abstiegsrängen entfernt.
Nach einer knappen, aber nicht unverdienten 3,5:4,5-Niederlage bei den Schachfreunden Berlin befindet sich Werders Zweite mit 5:5 Punkten im Mittelfeld der 2. Bundesliga Nord – aber nur noch 2 Punkte von den Abstiegsrängen entfernt.
Mit großen Hoffnungen waren wir am vergangenen Wochenende nach Berlin gereist, um beim Tabellenvorletzten – der 2. Mannschaft der Schachfreunde Berlin – mit einem Mannschaftssieg ein gutes Polster auf die Abstiegsränge zu erarbeiten. Leider misslang der Plan gründlich.
Obwohl wir an allen Brettern leichte ELO-Vorteile besaßen, verlief der Kampf von Beginn an sehr ausgeglichen und unklar. Am Spitzenbrett spielte Gennadiy Fish gegen seinen Großmeisterkollegen Reiner Polzin remis, da sich seine minimalen Positionsvorteile nicht ausbauen ließen. Wenig später endete auch die Partie von IM Christian Richter nach wechselvollem Verlauf mit einem Remis. Auch FM Oliver Müller konnte die gute Verteidigung seines Gegners nicht überwinden und musste sich nach der Zeitkontrolle ebenfalls mit einem Remis zufrieden geben. Da FM Sven Charmeteau in horrende Zeitnot geriet und dadurch seine schwierige Partie nicht halten konnte, waren die Berliner zu diesem Zeitpunkt in Führung gegangen.
Zwar konnte unser Youngster Spartak Grigorian mit einer sauberen Leistung den Ausgleich erzielen, aber mittlerweile war IM Gerlef Meins aus einem völlig ausgeglichenen Mittelspiel in einem schlechten Endspiel gelandet … die Berliner gingen wieder in Führung. Nach über sechseinhalb Stunden fiel die Entscheidung: FM Stephan Buchal verlor nach einer äußerst wechselvollen Partie in Zeitnot ein schwieriges Endspiel, das mit mehr Bedenkzeit und klarem Kopf wahrscheinlich zu halten war. Der verdiente und geduldig herausgespielte Sieg von IM Sven Joachim bedeutete dann nur noch Ergebniskosmetik.
Der Blick auf die Tabelle zeigt: Auch in dieser Saison gibt es keine Ruhe vor dem Abstiegskampf. Mit 5:5 Punkten liegen wir immer noch im Mittelfeld, sind aber nur noch 2 Punkte von den Abstiegsrängen entfernt – bei einem schweren Restprogramm. Umso wichtiger wird das Heimspiel gegen den SC Rotation Pankow am 19. Februar im Clubraum an der Hemelinger Straße.
