Wesentlich besser lief es in der Schlussrunde gegen den Österreichischen Meister aus Maria Saal. Am Spitzenbrett gab es einen atemberaubenden Schlagabtausch zwischen Matthias Blübaum und dem österreichischen Top-GM Markus Ragger. Matthias zeigte sich extrem gut vorbereitet und brachte mit einer wichtigen Neuerung in einer aktuellen Variante der Französischen Verteidigung den Österreicher in die Defensive. Aber auch Ragger zeigte seine große Klasse und konnte die schwierige Stellung knapp ins Remis retten.
Unser Hauptaugenmerk richtete sich aber auf Spartak Grigorian, der am 5. Brett - ebenfalls mit den schwarzen Steinen - ein Remis für seine erste IM-Norm benötigte. Spartak zeigte erneut eine Klasse-Leistung und starke Nerven, geriet nie in Verlustgefahr und überspielte seinen Gegner. Statt mit einem Remisangebot die wertvolle Norm abzusichern, ließ er ihm keine Chance und brachte uns in Führung. Mit einer phantastischen Performance von 2526 konnte er "nebenbei" noch einen ELO-Gewinn von 43 Punkten verbuchen!
Nach seinem großen Pech am Vortag gab es für Sven Charmeteau so etwas wie "ausgleichende Gerechtigkeit": Sein Gegner überschritt in Gewinnstellung die Bedenkzeit. Da Vlastimil Babula im Endspiel einen sauber herausgespielten Sieg beisteuerte, Jan Werle und Thorben Koop jeweils Remis erzielten, konnten wir schließlich einen unerwartet klaren 4,5:1,5-Sieg verbuchen.
Mit vier Siegen, einem Unentschieden und nur zwei Niederlagen gegen absolute Weltklassemannschaften schnitt die junge Werder-Mannschaft über Erwarten gut ab!