Laurent Fressinet und Matthias Blübaum beste Werderaner in Baku.

Schach
Donnerstag, 15.09.2016 / 17:26 Uhr

Matthias Krallmann

Frankreich auf Platz 8, Deutschland auf Rang 31.

Bei der 42. Schacholympiade in Baku gewannen die USA die Goldmedaille (20-2 Mannschaftspunkte), die Ukraine holte Silber (ebenfalls 20-2, aber schlechtere Zweitwertung) und für den Favoriten Russland (18-4) blieb nur Bronze.
Laurent Fressinet festigte seinen Ruf als derzeit bester Werderprofi. Er ließ sich an nur Brett 4 aufstellen, wurde dort jedoch zur „Punktemaschine“ für unsere Nachbarn.  Werders Spitzenbrett gewann die clubinternen Duelle gegen Matthias Blübaum und Zbynek Hracek. Insgesamt machte Laurent  7 Punkte aus 8 Partien und bekommt 12 Elopunkte hinzu. Romain Edouard dürfte nicht zufrieden sein. Er schaffte nur 5 aus 8 und verliert 5 Elopunkte.
England kam auf Rang 9 ins Ziel, doch Werders Engländer Luke McShane  hatte leider nur wenig Anteil an starken Auftritt der Männer von der Insel. Luke erwischte ein schlechtes Turnier, erzielte nur drei Punkte aus sieben Partien und wird 17 Elopunkte verlieren.
Matthias Blübaum gab bei seinem ersten großen Mannschaftsturnier ein glänzendes Debüt im deutschen Nationalteam. Er gewann sechsmal, verlor nur eine Partie und spielte dreimal unentschieden. Mit 7,5 Punkten aus 10 Partien war der Bielefelder Mathematikstudent mit Abstand der beste deutsche Spieler, obwohl er mit 19 Jahren auch mit Abstand der jüngste war. Insgesamt enttäuschte die deutsche Nationalmannschaft und wurde mit 13-9 Punkten lediglich Einunddreißigster.
Für die beiden Tschechen Zybnek Hracek (4,5 aus 9, Eloplus von 3 Punkten) und Vlastimil Babula (4 aus 7, Elogewinn von 5 Punkten) lief es gut. Beide blieben über den Erwartungen, ihre Mannschaft kam dem 29. Platz ein.
Großartig war die Leistung von Oliver Müller, der in der Mannschaft des Internationalen Verbandes der Blinden und Sehbehinderten (IBCA) groß aufspielte. Oliver machte 6 aus 9 und wird 35 Punkte hinzugewinnen.
Der Australier David Smerdon hatte am ersten Brett starke Gegner und einzelne gute Partien, war aber insgesamt zu unbeständig. Sein Endergebnis war 3,5 aus 9 bei einem Elominus von 4 Punkten. Tomi Nyback spielte ebenfalls am Spitzenbrett, aber für Finnland lief nicht viel zusammen. Tomi erkämpfte 5 aus 9, aber er wird 9 Punkte verlieren.
Insgesamt war die Schacholympiade ein gutes Turnier für  Werder, die starken Leistungen von Fressinet, Blübaum und Müller überstrahlen die schwächeren deutlich.

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