Oberliga: Der Aufstiegskrimi von Werder II

Aufstieg in die 2. Bundesliga nach 6:2 gegen Hannover und Entscheidung des Schiedsgerichtes
Schach
Montag, 27.04.2015 / 10:45 Uhr

In dem sehr intensiven Spitzenspiel kam es nach knapp vier Stunden zu den ersten Entscheidungen. Dr. Joachim Asendorf sicherte bei knapper Zeit ein verdientes Unentschieden, ehe kurz darauf das Werder-Spitzenbrett Sven Joachim im kreativen Angriffswirbel von Alexander Izraelev das Nachsehen hatte. Olaf Steffens brachte mit forschem Figurenspiel seinen Gegner bei aufkommender Zeitnot in Bedrängnis und gewann, ehe Mannschaftskapitän Stephan Buchal und bald danach auch Sven Charmeteau durch versierte Spieltechnik zum beruhigenden 3,5:1,5 Zwischenstand erhöhen konnten. Und das war noch nicht das Ende - nach einem souveränen Unentschieden von Matthias Krallmann brachten Oliver Müller und schließlich der grün-weiße Top-Scorer Kai-Uwe Steingräber mit schönen Siegen den 6:2 - Endstand im kleinen Nordderby unter Dach und Fach. Gut gelaunt gab‘s ein Mannschaftsfoto vor dem Stadion.

Am 12. April hatten wir den entscheidenden Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Wir waren zu Gast im Niedersachsenstadion (HDI-Arena), um gegen die ungeschlagenen Tabellenführer von Hannover 96 unsere letzte Chance zu nutzen. Es musste mindestens ein 5:3-Sieg her, um am letzten Spieltag die Tabellenführung zu übernehmen und den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu schaffen. Der Kampf lief wie am Schnürchen, Werder II spielte an diesem Tag die besseren Züge und punktete sich in guter Spiellaune zum nicht erwarteten Kantersieg.

Bezüglich des Wiederaufstiegs in die 2. Bundesliga blieb allerdings eine Unsicherheit. Wir hatten jetzt 2,5 Brettpunkte mehr als die 96er, aber darunter befand sich ein kampfloser 8:0-Sieg gegen Turm Lüneburg, die 3 Runden vor Schluss nicht gegen uns angetreten waren und mittlerweile als Absteiger feststehen. Nach der Turnierordnung „kann der Turnierleiter geeignete Maßnahmen ergreifen, falls ein Verein durch die 0:8-Wertung eines Wettkampfs benachteiligt wird". Noch bevor wir wieder zu Hause waren, hatte der Turnierleiter gegen uns entschieden, die Ergebnisse gegen Lüneburg gestrichen und Hannover 96 mit einem Brettpunkt mehr zum Aufsteiger erklärt.

Das war keine sportliche Entscheidung, da ja nun Werder durch das Nichtantreten von Lüneburg benachteiligt wurde und wiederum Brettpunkte eine Rolle spielten. Natürlich legten wir gegen den Beschluss des Turnierleiters Rechtsmittel beim Schiedsgericht der Norddeutschen Landesverbände ein. Gleichzeitig boten wir Hannover 96 an, die Entscheidung nicht am grünen Tisch zu suchen, sondern einen Stichkampf um den Aufstieg zu spielen. Leider lehnten sie ab. Am Samstag, den 25. April tagte das Schiedsgericht, um über unsere Berufung zu entscheiden. Hannover 96 war eingeladen, aber nicht anwesend, damit entfiel die immer noch bestehende Möglichkeit einer sportlichen Lösung.

Das Schiedsgericht hat die Entscheidung des Turnierleiters aufgehoben, unserer Berufung stattgegeben und Werder Bremen II zum Aufsteiger in die 2. Bundesliga erklärt.

Stephan Buchal / Olaf Steffens

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