Blitz-WM: Matthias Blübaum erfolgreich

GM Matthias Blübaum neben GM Peter Leko (hinten) aus Ungarn
Schach
Freitag, 16.10.2015 / 13:12 Uhr

Der Weltschachbund richtete die Schnellschach- und Blitzschachweltmeisterschaften erstmals in Deutschland aus. Die schönen Bolle-Säle in Berlin erwiesen sich als hervorragende Location, die an einigen Spieltagen mehr als 800 Zuschauern Platz bot. Die Rapidweltmeisterschaften wurden im Modus 15 Runden nach Schweizer System ausgetragen. Abgesehen von den Amerikanern und den Chinesen war die komplette Weltelite einschließlich des amtierenden Weltmeisters Carlsen und seiner beiden Vorgänger Anand und Kramnik am Start. Magnus Carlsen gewann das Turnier souverän vor Ian Nepomniachtchi und Teimur Radjabov und verteidigte seinen Schnellschach-Weltmeistertitel damit bereits zum zweiten Mal.

Matthias Blübaum kam nur schwer in das Turnier. Aus den ersten zehn Runden schaffte der Werderaner lediglich vier Punkte. Doch am dritten und letzten Tag drehte Matthias auf und machte vier Punkte aus fünf Partien ohne Niederlage. Seine größten Einzelerfolge waren die Siege gegen den serbischen Großmeister Ivan Ivanisevic (Elo 2643) und gegen den weißrussischen GM Vladislav Kovalev (2649). Im Endklassement stand der Bremer mit acht Punkten aus fünfzehn Partien auf dem 73. Platz und gewann 12 Elopunkte in der Schnellschachwertung hinzu. Trotzdem war Matthias mit der gezeigten Leistung unzufrieden und wollte es im Blitzschachwettbewerb besser machen.

Tatsächlich spielte der Werderaner bei der Blitz-Weltmeisterschaft, die an zwei Tagen mit einer Bedenkzeit von drei Minuten pro Spieler und zwei Bonussekunden pro gespieltem Zug ausgetragen wurde, wesentlich stärker. Matthias gewann in den 21 gespielten Runden gegen nicht weniger als sieben Topgroßmeister. Markus Ragger (Österreich, Elo 2656), Maxim Dugly (USA, 2676), Anton Guijarro David (Spanien, 2651), Rinat Jumabayev (Kasachstan, 2652), Alexander Riazantsev (Russland, 2658), Predag Nikolic (Bosnien, 2606) und Benjamin Bok (Niederlande, 2635) mussten sich allesamt dem Bremer geschlagen geben. Vor der letzten Runde lag Matthias auf dem 60. Platz und war damit bester Deutscher. In der 21. und für das Schlussergebnis so wichtigen Runde musste er mit Schwarz gegen die indische Nummer 2 Pentala Harikrisna antreten. Es entstand eine dramatischen Begegnung, in der Matthias nach der Eröffnung einen Bauern mehr hatte, dann jedoch einen Trick übersah und mit drei Bauern gegen einen Läufer kämpfte. In einem Endspiel mit vier verbundenen Bauern und einem Turm gegen die gegnerische Dame hätte der Werderaner bequem Remis forcieren können. Doch er entschied sich auf Gewinn zu spielen und verlor noch extrem unglücklich. In der Schlusstabelle steht der Bremer mit 11 Punkten aus 21 Runden auf dem 81.Platz. Seine Rating-Performance von 2644 wird ihn 50 Blitzelopunkte hinzugewinnen lassen. Neuer Blitzschachweltmeister wurde in einem packenden Finale der Russe Alexander Grischuk vor Maxime Vachier-Lagrave und Vladimir Kramnik.

Matthias Krallmann

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