World Cup: Peter Svidler und Sergej Karjakin im Finale

Werderaner Areshchenko schlägt Aronian, scheidet aber im 1/16 Finale aus
Schach
Donnerstag, 01.10.2015 / 13:40 Uhr

Beim World Cup in Baku setzte sich im ersten Halbfinale Peter Svidler gegen Anish Giri durch. Das zweite Halfinale zwischen Ex-Werderaner Pavel Eljanov und Sergej Karjakin endete dramatisch. In der letzten Partie ließ Eljanov ein Remis durch dreifache Stellungswiederholung zu und schied aus dem Turnier aus.

Beim World Cup in Baku setzte sich im ersten Halbfinale Peter Svidler gegen Anish Giri durch. Das zweite Halfinale zwischen Ex-Werderaner Pavel Eljanov und Sergej Karjakin endete dramatisch. In der letzten Partie ließ Eljanov ein Remis durch dreifache Stellungswiederholung zu und schied aus dem Turnier aus.

Unter 128 Weltklassespielern startetenauch drei Werderaner. In der ersten Runde ging Alexander Areshchenko den Russen Denis Khismatullin leicht favorisiert in den Zweikampf im Knockout-Format. In der ersten Partie konnte er im Endspiel seine ganze Klasse ausspielen und errang einen wichtigen Schwarzsieg. In der Weißpartie ließ Alexander es ruhig angehen und remisierte sicher. Laurent Fressinet tat sich gegen den Kroaten Ante Brkic schwerer. Nachdem Laurent seinen "Weißaufschlag" in der ersten Partie nicht durchbringen konnte, forcierte Brkic in der zweiten Partie nach der Eröffnung remis durch Zugwiederholung. Es ging in die Verlängerung, die im Schnellschach ausgetragen wird. Hier setzte sich Werders Franzose jedoch sicher mit 2-0 durch. Romain Edouard verlor gegen den favorisierten Israeli Ilia Smirin relativ deutlich. In seiner Weißpartie spielte Laurent zu ambitioniert und wurde vom erfahrenen Israeli sauber überspielt. In seiner Schwarzpartie gewann Romain einen Bauern, aber Smirin hatte stets genügend Kompensation. Das Remis zum 0,5-1,5 Endstand bedeutete das Ausscheiden für Romain bereits in der ersten Runde.

In der zweiten Runde des Fide-Weltcups in Baku sorgte der Werderaner Alexander Areshchenko für eine Sensation, als er den Sieger des letzten Superturniers in St.Louis und früheren Weltranglistenzweiten Levon Aronian aus Armenien ausschaltete. Nach zwei ausgekämpften Remisen in den Partien mit normaler Bedenkzeit gewann Alexander beide Schnellschachpartien und siegte mit 3-1. Alexander gewann in der ersten Schnellschachpartie mit Schwarz und setzte Aronian damit stark unter Druck. Der Armenier spielte in der zweiten Partie va banque, als er eine zweifelhafte Eröffnung anwendete. Doch der Werderaner ließ sich nicht irritieren und gewann souverän. Laurent Fressinet schied hingegen aus. Nach zwei Remisen in den regulären Partien endeten auch vier Schnellschachpartien unentschieden. Beim Blitzen mit jeweils fünf Minuten Bedenkzeit gewann sein Gegner, der junge Russe Ian Nepomniachtchi, mit 1,5-0,5.

In der dritten Runde erwischte es leider den letzten Werderaner. Nach einem Remis in seiner Weißpartie unterlag Alexander dem chinesischen Wunderspieler Wei Yi in einem taktisch geprägten Duell in der Najdorf-Variante. Im zwanzigsten Zug beging Alexander den entscheidenden Fehler, als er ein Figurenopfer des Chinesen nicht annahm. Die Annahme hätte zum Dauerschach geführt. Doch der Werderaner versuchte stattdessen ein Endspiel mit einem Bauern gegen eine Qualität zu spielen. Das ging schief: der Chinese festigte seinen Ruf als "Sizilianisch-Killer" und zog in die nächste Runde ein. Trotz des Ausscheidens hat Alexander Areshchenko mit dem Sieg über Levon Aronian eine starke Vorstellung beim World-Cup gegeben.

Matthias Krallmann / Andreas Burblies

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