David Kardoeus, einer der stärksten Bremer Jugendlichen und in der nächsten Saison neben dem Abitur noch für die Grün-Weißen in der Jugendbundesliga aktiv, hatte sich für die Endrunde der Deutschen Amateurmeisterschaft qualifiziert und spielte dort in der zweitstärksten Gruppe (DWZ 1900 - 2100). Bei 37 Teilnehmern war er an Nr. 31 gesetzt, aber spielte ganz vorne mit! Mit 2 Siegen und einem Remis hatte er einen ausgezeichneten Start erwischt, ehe ihn eine Niederlage gegen den späteren Turniersieger zurückwarf. Mit einem weiteren Remis in der Schlussrunde beendete er das Turnier auf einem hervorragenden 9. Platz und gewann sagenhafte 62 DWZ-Punkte hinzu.
Eine etwas andere Ausgangsposition hatte Stephan Buchal, der als Bremer Pokalsieger bei der Endrunde der Deutschen Pokalmeisterschaft an den Start ging. Als Nr. 6 der Startliste gehörte er durchaus zum erweiterten Favoritenkreis in dem sehr ausgeglichenen 28-köpfigen Feld. Leider kam das Pokal-Aus schon in der 1. Runde: Nach einem Remis in der Turnierpartie verlor er den anschließenden Wettkampf im Blitzschach in der Verlängerung mit 1:2. Danach ging es für ihn, wie für alle ausgeschiedenen Pokalteilnehmer, in einem Open weiter. Dort erzielte er weitere 3,5 Punkte aus 4 Partien und verpasste als 8. den Platz auf dem Treppchen nur knapp. Auch ihm blieb als Trost ein Zugewinn von 14 DWZ-Punkten.
Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, die einen schönen Abschluss fand: Zunächst stellte Herbert Bastian, Präsident des Deutschen Schachbundes, bei einer Simultanvorstellung gegen 21 Teilnehmer nicht nur seine schachlichen Qualitäten unter Beweis , sondern auch seine Konditionsstärke - Schach ist eben doch Sport!
Und danach erlöste auch noch Miroslav Klose mit seinem 2:2 in der 71. Minute das fußballbegeisterte Schachvolk vor der Großbildleinwand ...
Stephan Buchal