Trotz des Gesamtpreisfonds von 160 000 Euro findet die diesjährige Europameisterschaft in der armenischen Hauptstadt Erewan mit 258 Teilnehmern weniger Zuspruch als üblich. Der Franzose Laurent Fressinet und der Ukrainer Alexander Areshchenko vertreten den SV Werder Bremen am Kaukasus. Laurent Fressinet startete mit zwei Siegen gegen IM Robert Kreisl (2437) aus Österreich und gegen GM Mircea-Emilian Parligras aus Rumänien (2572). Danach folgten zwei Remispartien gegen die Russen Daniil Dubov (2618) und Vladimir Fedoseev (2641). In der fünften Runde erhielten die Hoffnungen Laurents auf eine erneute Qualifikation für den Weltcup einen emfindlichen Dämpfer: er unterlag unerwartet dem Vertreter des Gastgeberlandes Hrant Melkumyan (2613), der auch gleichzeitig Spitzenspieler des Bundesligakonkurenten Berliner Schachfreunde ist. Alexander Areshchenko kam etwas langsamer aus den Startlöchern, aber zur Turniermitte liegt er besser als sein Teampartner. Nach dem Auftaktsieg gegen den armenischen GM David G. Petrosian (2431) folgte nur ein Remis gegen Alexander Huzman (2569) aus Israel, den langjährigen Sekundanten von Boris Gelfand. Nach einem weiteren Unentschieden gegen den russischen Großmeister Anton Shomoev (2581) gewann Alexander jedoch in einer überzeugenden Partie gegen den russischen GM Boris Savchenko (2560). In der fünften Runde spielte Alexander dann gegen den deutschen GM Philipp Schlosser aus Baden-Baden Remis.





