GM-Turnier: Die Prognose

Schach
Freitag, 20.09.2013 / 08:48 Uhr

Das größte Ziel für sieben der zehn Teilnehmer ist das Erspielen einer Großmeisternorm. Die übrigen drei Teilnehmer Nyback, Babula und Fish sind ja schon Großmeister und deshalb wird für sie die Norm nicht wichtig sein. Die drei Großmeister kämpfen vor allen Dingen um den Turniersieg, aber natürlich auch um Elopunkte. Die Messlatte für die Großmeisternorm liegt hoch. Das Turnier weist einen Eloschnitt von 2464 Punkten auf, was bedeutet, dass die Spieler 6,5 Punkten aus 9 Partien holen müssen. Vier Siege und fünf Remisen wäre das Traumergebnis eines jeden Normenjägers und natürlich auch der einzigen Normenjägerin.

Am 22. September findet die Bundestagswahl statt. Der Termin kollidiert mit der zweiten Runde des Bremer Großmeisterturniers. Die Wahlforscher haben in diesen Zeiten viel zu tun und erstellen Prognosen aufgrund von Umfragen in der Bevölkerung. Bei einem Schachturnier ist diese Art der Zukunftserforschung wenig hilfreich. Dafür verfügen die Schachspieler im Gegensatz zu den politischen Parteien über Elozahlen und anhand dieser und der Formkurven der Spieler lassen sich Aussagen über einen möglichen Turnierausgang machen.

Die heißesten Kandidaten für diese Norm sind meiner Meinung nach der Internationale Meister Twan Burg aus den Niederlanden und Werders ( und Deutschlands) größte Nachwuchshoffnung Matthias Blübaum. Beide haben fünfmal Weiß in diesem Turnier. Die Entscheidung darüber, wer und ob jemand von den beiden die ersehnte GM-Norm schafft, könnte in der achten und vorletzten Runde im direkten Duell fallen. Matthias Blübaum hat in dieser Partie Weiß

Die Frauengroßmeisterin Melanie Ohme und Werders Fidemeister Joachim Asendorf haben ein anderes Ziel im Visier. Sie wollen die nötigen Punkte für eine Norm zum Internationalen Meister erzielen. Dafür sind 4,5 Punkte und damit ein Fünfzigprozentergebnis erforderlich. Hier fällt in der ersten Runde im direkten Aufeinandertreffen bereits eine Vorentscheidung. Der Sieger oder die Siegerin hat meines Erachtens eine realistische Chance auf die IM-Norm. Joachim Asendorf hat in dieser Partie Weiß und außerdem den Vorteil, dass er im Gegensatz zu seiner Kontrahentin in fünf Partien mit den weißen Figuren die Partie eröffnet.

Am 29. September werden wir wissen, ob eine der Prognosen zutrifft.

Matthias Krallmann

 

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