Die erste Runde führte uns am 14. Oktober nach Hellern-Osnabrück - wo wir noch nie gewinnen konnten. Zeitweise lag allerdings die Überraschung in der Luft, doch über "Pech" in mehreren kritischen Situationen kippten einige scheinbar trächtige Werder-Bretter. Im Einzelnen:
8: Irmin bekam, wie so oft, durch präzise Eröffnungskenntnis, gutes Spiel und konnte nach einem gegnerischen Figurenopfer auf Chance in Gewinnstellung abwickeln. In Zeitknappheit fanden dann bedauerlicherweise einige gute Züge nicht den Weg aufs Turnierbrett, Punkt für Hellern.
7: Der Teamchef brauchte heute nichts zu opfern - das übernahm sein Gegner bereits in Zug 11. Noch ein paar präzise Manöver und der Punkt wurde grün-weiss.
6: Lothar zeigte sich in souveräner Spiellaune und liess alle unmotivierten Angriffsversuche einfach abperlen: Punkt für unseren Vereinsmeister!
5: Der Zufall führte zwei Fernschach-Größen an diesen Tisch! Schwerblütige Abspiele führten in ein Turmendspiel mit dem Ergebnis: Remis!
4: Sascha igelte sich, nicht ohne gute Chancen, ein - verrechnete sich jedoch im Mittelspiel - Aufgabe!
3: Partie des Tages durch Christopher, der seinem Gegner einfach keine Chance liess und dessen Versuch, all seine Figuren im Bereich a8-b8 bis a4-b4 abzustellen mit Mattangriff gegen den König (g8) zunichte machte.
2: Karsten verbrauchte in einem geschmackvollen Najdorf-Sizillianer sehr viel Zeit in der frühen Variantenwahl, die ihm im dann durchaus haltbaren Endspiel dann durchaus fehlte... Zeitüberschreitung bei der 38 ...
1: Detlef kämpfte bis halb 5 und musste sich in einem komplizierten Endspiel von der Stärke des Turmes gegenüber dem Läufer überzeugen lassen.
In der Summe unterlagen wir somit mit dem knappest mögliche Ergebnis, wobei es auch ein knapper Sieg für uns hätte werden können. Die nächste Runde werden wir gegen Lüneburg bestreiten, dort an Brett 1 Till Schreiner, dem es kürzlich vergönnt war, mit Kasparov ein Schautraining zu absolvieren...
Gerald Jung