Die Mannschaft aus Tegel scheint den Werderanern irgendwie zu liegen. Schon vor drei Jahren hatten sie die Berliner an den Rand einer Niederlage gebracht - in diesem Jahr nun konnten sie den Sack auch zumachen.
Nach einem ungefährdeten Remis von Großmeister Gennadiy Fish gelang es Gerlef Meins, mit einem schon zu Hause ausgearbeiteten Abspiel seinen Gegner zur Aufgabe zu zwingen und die Berliner durch dieses 1:0 früh unter Druck zu setzen. (Das war zwar ein bisschen fies von Gerlef, aber - so ist das eben im Schach.)
Nach zwei weiteren Unentschieden von Sven Joachim und Olaf Steffens glichen die Hauptstädter in der vierten Spielstunde zwischenzeitlich zum 2,5:2,5 aus, als Oliver Müller in einer umkämpften Begegnung das Nachsehen hatte. Auch Peter Lichmann musste trotz einer zunächst aussichtsreichen Stellung die Hand zur Aufgabe reichen, doch Werder hatte an diesem Tag noch zwei Asse im Ärmel: erst verwertete Stephan Buchal nach einigen Turbulenzen ganz souverän eine Mehrfigur, und dann war es Joachim Asendorf, der durch einen energischen Königsangriff entscheidend in Vorteil kam und das entscheidende 4,5:3,5 herausspielte. (schon sein dritter Punkt im dritten Spiel!)