Mit den größten Erfolgsaussichten reist Fabian Netzlaff an, der bereits am Freitag mit dem Weitsprung seinen ersten Start absolvieren wird. Er geht als Fünftplatzierter in die Konkurrenz und strebt zunächst die Qualifikation für den Endkampf der besten acht Springer Deutschlands an, bei dem letzten Endes dann Kleinigkeiten über die vorderen Platzierungen entscheiden werden. Noch erfolgreicher könnte es über 100m verlaufen, wo Fabian Netzlaff auf Rang 2 gemeldet ist. „Bei einer Sprintstrecke kann aber immer viel passieren“, weiß Trainer Andrei Fabrizius, der in seiner aktiven Zeit selbst ein erfolgreicher Sprinter war. „Ich hoffe und glaube aber, dass Fabian seine bisherige Form im Grenzlandstadion zeigen wird, so dass er seinen Platz im Finale sicher haben wird. Dort gibt es dann ein spannendes Rennen um die Podestplätze.“
Ebenfalls um das Finale wird es im Staffelrennen der U20 gehen, wo Netzlaff zusammen mit seinen Mannschaftskollegen erstmals in Bestbesetzung laufen wird und eine Zeit unter 43,00 Sekunden anstrebt.
Mit den meisten Qualifikationsnormen ausgestattet ist Linda Krevert. Die Athletin aus der Trainingsgruppe von Andrei Fabrizius, die zu den Aufsteigerinnen der bisherigen Saison gehört, qualifizierte sich sowohl über 100m als auch über 200m und im Weitsprung. „Nach derzeitiger Lage gehe ich davon aus, dass Linda sich auf den Weitsprung konzentrieren wird, wo eine Top 8 Platzierung und eine 6-Meter-Weite realistisch sind“, so Fabrizius.
Auf der 100m Sprintstrecke wird mit Rahel Rüdel aber in jedem Fall eine Grün-Weiße an den Start gehen. Die Nachwuchssprinterin qualifizierte sich in dieser Saison erstmals in einer Einzeldisziplin für deutsche Meisterschaften und fiebert ihrem ersten Start entsprechend entgegen: „Es wird sicher etwas ganz besonderes bei den deutschen Titelkämpfen im Startblock zu sitzen, aber das spornt mich ganz besonders an. Ich hoffe, dass ich an meine Bestleistung heranlaufen kann und dadurch die Zwischenläufe erreiche.“
Als Sprintstaffel werden Rahel Rüdel und Linda Krevert am letzten Wettkampftag, zusammen mit ihren Mannschaftskolleginnen, noch einmal gemeinsam auf der Laufbahn stehen. Angepeilt ist dabei eine Zeit von unter 48,00 Sekunden sowie eine Top 8 Platzierung. „Es werden mit Sicherheit sehr spannende Meisterschaften, bei der tolle Ergebnisse zu erwarten sind“, freut sich Trainer Andrei Fabizius, der zudem hofft, „dass das Wetter einigermaßen trocken bleibt.“
Olaf Kelterborn