Internationale Nominierung für Said Gilani

Freut sich auf seinen ersten Start im Trikot der Nationalmannschaft Afghanistans: Said Gilani
Leichtathletik
Montag, 26.01.2015 / 07:53 Uhr

Werders Sprinter Said Gilani wurde von der Athletic Federation Afghanistans in die Nationalmannschaft berufen.

Die Hallensaison 2015 begann für den Neu-Werderaner Said Gilani mit einer ganz besonders erfreulichen Mitteilung. Der Sprinter wurde von der Afghanischen Athletic Federation in das Nationalteam seines Heimatlandes berufen und darf Mitte Februar den ersten internationalen Wettkampf seines Lebens bestreiten.

Der Kontakt zur Nationalmannschaft Afghanistans kam im Sommer 2013 zustande, nachdem die Athletic Federation auf den in Deutschland geborenen Sprinter aufmerksam geworden war. „Mein Vater stammt aus Afghanistan, dementsprechend schlagen zwei Herzen in meiner Brust, denn ich fühle mich sowohl Afghanistan als auch Deutschland sehr verbunden“, so Said Gilani. „Als ich letztes Jahr zu einem Probetraining eingeladen wurde und in Kabul den Präsidenten des afghanischen Leichtathletikverbandes persönlich kennenlernen durfte stand für mich allerdings relativ schnell fest, dass ich die Chance ergreifen möchte für mein Heimatland zu laufen.“

Diese Möglichkeit wird Gilani nun bekommen. Er startet am 12. und 13. Februar bei den „22nd Fajr International Indoor Athletics Championships“ über 400 Meter sowie mit der 4x400m Staffel und darf sich realistische Hoffnungen machen auch danach zum Kreis des Nationalteams zu gehören.

„In Deutschland denkt man beim Land Afghanistan häufig zuerst an die schrecklichen Bilder, die einem aus den Nachrichten bekannt sind. Das ist zum Teil auch wahr und sehr traurig, allerdings gibt es in Afghanistan nicht nur Krieg und Terror, sondern auch eine große Entwicklung, ganz besonders im Bereich Sport“, so Gilani. „Leichtathletik ist dabei noch eine recht unbekannte Sportart, ich hoffe allerdings, dass die Nationalmannschaft dazu beitragen kann, dass sich das in Zukunft ändert.“

Die bisherige Hallensaison verlief für den Werderaner recht gut, unter anderem gelang ihm mit seinen drei Mannschaftskollegen die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften mit der 4x200m Staffel. Dort wird der Schützling aus der Trainingsgruppe von Andriy Wornart aufgrund seiner Entscheidung für Afghanistan nun allerdings nicht antreten können, keine leichte Entscheidung, wie er selbst betont: „Es ist wirklich schade, dass ich nicht zu den deutschen Meisterschaften fahren kann, gerade jetzt, wo ich mich erstmals qualifizieren konnte. Ich sehe es jedoch als einmalige Chance an jetzt für mein Heimatland zu starten und das möchte ich nutzen, denn sonst würde ich es mit Sicherheit irgendwann einmal bereuen.“

Dem SV Werder Bremen verdankt Said Gilani in diesem Zusammenhang unglaublich viel, wie er in Gesprächen immer wieder hervorhebt: „Ich bin noch nicht lange im Werder Trikot unterwegs, aber dennoch würde ich behaupten, dass ich die Nominierung ohne die Unterstützung des Vereins und die tolle Arbeit des gesamten Trainerteams und der sportlichen Leitung nicht geschafft hätte. Der SV Werder ist ein sehr erfolgreicher Club und ich verspüre bei jeder Trainingseinheit einen tollen Teamgeist, der mich unglaublich motiviert. Ich bin froh ein Teil dieses Vereins zu sein und werde auch weiterhin alles für meinen persönlichen sportlichen Fortschritt tun um mich unter anderem für weitere internationale Auftritte zu empfehlen.“

Olaf Kelterborn

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