Drei U20 EM-Nominierungen für Grün-Weiß

Sprinter Fabian Netzlaff wird in Schweden Staffel laufen (Foto: Iris Hensel)
Leichtathletik
Montag, 29.06.2015 / 16:38 Uhr

Fabian Netzlaff und Maximilian Knief wurden im Anschluss an die Junioren Gala für die U20 EM in Eskilstuna nominiert. Überraschend gehört auch 400 Meter Läufer Tobias Tedsen zum Aufgebot.

Werders DLV-Kaderathleten Fabian Netzlaff und Maximilian Knief wurden im Anschluss an die Junioren Gala in Mannheim für die U20 Europameisterschaften in Eskilstuna nominiert. Erfreulicherweise und völlig überraschend gehört auch 400 Meter Läufer Tobias Tedsen zum Aufgebot für die Titelkämpfe in Schweden.

Bereits vor einigen Wochen qualifizierte sich Sprinter Fabian Netzlaff mit der 4x100m Sprintstaffel Deutschlands für die U20 EM. Bei der Junioren Gala wagte der Schützling von Trainer Andrei Fabrizius einen letzten Versuch auch noch auf der 100-Meter Einzelstrecke die geforderte Zeit von 10,60 sec zu unterbieten. „Leider hatte bei diesem Vorhaben besonders das Wetter etwas dagegen“, so Fabrizius. „Wechselnde Winde und einsetzender Starkregen sorgten in der direkten Startvorbereitung zu den Sprints für eine 30-minütige Unterbrechung, so dass alle Sprinter mit den schlechten Bedingungen klarkommen mussten.“ Netzlaff gelang dies ziemlich gut, denn er stellte mit 10,68 sec seine Saisonbestzeit ein. Für die Qualifikationszeit reichte es zwar nicht mehr, aber dennoch war die Freude groß, dass er als fester Bestandteil des deutschen Staffelquartetts auf europäischer Bühne seine Leistung wird zeigen können.

Durchsetzen konnte sich auch Stabhochspringer Maximilian Knief. Eine Woche nach seinem 5,10m Sprung meisterte er in Mannheim die Höhe von 4,90m. Damit reihte sich Knief als zweitbester deutscher Athlet in der Ergebnisliste ein und fährt ebenfalls nach Schweden. „Ich bin überwältigt, dass ich tatsächlich dabei bin“, so Knief nach dem Wettkampf. „Heute stand ich schon sehr unter Druck, denn ich wollte unbedingt zu den zwei nominierten deutschen Springern gehören.“ Und diese Nervosität merkte man Maximilian Knief deutlich an, wie auch sein Trainer Leszek Kass feststellte: „Beim 5-Meter-Versuch stockte vielen Zuschauern und auch mir der Atem, denn Maxis Stab verfehlte den Einstichkasten, wodurch er recht unkontrolliert in die Luft geschleudert wurde und neben der Matte landete. Zum Glück ist außer ein paar Kratzern nichts passiert.“ Nach dem Wettbewerb war der Schock schnell vergessen, denn das Bundestrainerteam nominierte den frischgebackenen Abiturienten als einen von zwei U20 Athleten für die Europameisterschaften. „Das ist bisher mein Jahr, ich hoffe, dass es so weitergeht. Motiviert bin ich auf jeden Fall ohne Ende“, so Knief.

Für die größte Überraschung des Wochenendes sorgte 400m Läufer Tobias Tedsen. Beim letzten Wettbewerb des Tages wurde der Schützling aus der Trainingsgruppe von Andriy Wornart in der zweiten deutschen 4x400m Staffel eingesetzt und überzeugte die Bundestrainer mit einem couragierten Lauf als Schlussläufer. Der Werderaner brachte das Team im Endspurt auf Rang 3 hinter der ersten deutschen Staffel und Belgien. Knapp 15 Minuten, nachdem die gesamte Werder Mannschaft den Heimweg angetreten hatte, kam dann der Anruf vom Bundestrainer, dass sie bitte umkehren mögen, weil Tedsen offiziell zu den sechs Kandidaten für die 4x400m Staffel zählt und fest für Schweden nominiert wird. „Das war für uns eine fantastische Nachricht“, so Andriy Wornart. „Wir sind natürlich sofort zurückgefahren, so dass Tobias alle Unterschriften leisten und sich einkleiden konnte.“

Für die Hochspringerinnen Mareike Max und Kerstin Geisweller verlief der Wettbewerb im Süden Deutschlands ebenfalls sehr positiv. Geisweller, die nach einer Bänderverletzung gerade erst wieder ins regelmäßige Training eingestiegen ist, egalisierte mit 1,78m ihre persönliche Besthöhe und wurde damit Dritte in einem sehr ausgeglichenen Nachwuchsfeld. Mareike Max, die in der vergangenen Woche sensationell 1,81m überspringen konnte, reihte sich mit 1,70m auf Platz 8 ein. Da die deutschen Bundestrainer aber viel Potenzial bei Mareike Max erkennen konnten, honorierten sie die Leistungen der noch in der U18 startberechtigten Athletin mit der Nominierung als Ersatzspringerin für die U20 EM. Sie wird zunächst in Deutschland bleiben und auf Abruf zum Einsatz kommen, falls sich noch eine der beiden ersten Springerinnen verletzen sollte.

Olaf Kelterborn

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