Bei den Deutschen Meisterschaften der U23 überzeugten sieben Grün-Weiße mit guten Platzierungen. Allen voran Linda Krevert glänzte mit zwei achten Plätzen.
Bei den Deutschen Meisterschaften der U23 überzeugten sieben Grün-Weiße mit guten Platzierungen. Allen voran Linda Krevert glänzte mit zwei achten Plätzen.
In dem beschaulichen südpfälzischen Kandel wurden am Wochenende die Deutschen Meisterinnen und Meister der U23 gesucht und gefunden. Dieser Konkurrenz stellte sich auch ein siebenköpfiges grün-weißes Team von der Weser, welches gleich drei Finalteilnahmen verbuchen konnte. Allen voran konnte auch dieses Wochenende wieder Linda Krevert mit gleich zwei achten Plätzen im Weitsprung und über 200 Meter glänzen.
Nachdem man am Freitag noch bei 37° und Sonne in Kandel anreiste, startete der Wettkampf dann mit einem heftigen Regenschauer am Samstagmittag. Genau in diesem Moment stand Niclas Aleff schon bereit für seinen Vorlauf über die 400m Hürden. Bei leichtem Regen überquerte Aleff nach 54,77 Sekunden die Ziellinie und belegte den zweiten Platz in seinem Vorlauf. Nach allen Vorläufen bedeutete dies Platz sieben und aufgrund der nur sechs vorhandenen Rundbahnen das Aus bereits im Vorlauf. „Das war ein schlechter Lauf, in dem ich zu keiner Zeit meinen Rhythmus gefunden habe und die Vorgaben meines Trainers nicht erfüllen konnte.", sagte ein enttäuschter Niclas Aleff im Anschluss.
Direkt im Anschluss teilte sich Aleff mit seinen Teamkollegen Patrick Pajer, Christian Narloch und Luca Willmann die Stadionrunde. Die 4x100m-Staffel war trotz Saisonbestzeit von 42,45 Sekunden im Vorlauf schon genauso knapp am B-Finale gescheitert. Jedoch konnte das Werder-Quartett durch den Verzicht einer besser platzierten Staffel doch noch einen Startplatz einnehmen. Am zweiten Tag zeigte sich dann der Reiz und die Chancen des Staffelwettkampfes. Trotz eines nicht optimalen Endlaufes der Grün-Weißen in 42,91 Sekunden konnte man sich letztlich noch Platz acht ersprinten, da auch die Konkurrenz an diesem Finaltag ihre Mühe und Not mit dem Staffelstab gehabt hat.
Nervenaufreibend verlief auch der Vorkampf im Weitsprung von Linda Krevert, bevor sie einmal im dritten Versuch ihre starken Nerven bewies. In einem langen Vorkampf mit 21 Teilnehmerinnen steigert sich Krevert genau in diesem Versuch von 5,96 Meter auf 5,97 Meter. Dieser Zentimeter bescherte ihr den wichtigen achten Platz, welcher für den Endkampf berechtigt, weitengleich mit der Neuntplatzierten. Im Endkampf gelang Linda im letzten Versuch eine weitere Steigerung auf genau 6 Meter. In der starken Konkurrenz bedeutet diese Weite Platz acht.
Keine 15 Minuten nach ihrem letzten Sprung saß Krevert dann schon wieder im Startblock für die 100 Meter. Diese absolvierte sie im Vorlauf in 12,09 Sekunden und im Zwischenlauf in 12,18 Sekunden, womit sie als Zehnte auch hier nur knapp das Finale verpasste. Linda selbst sagte nach dem Ende des ersten Tages: „Mir fehlte am Ende der 100 Meter einfach ein wenig die Kraft nach dem langen Weitsprungwettkampf in der Sonne. Trotzdem freue ich mich riesig auch bei der dritten nationalen Meisterschaft in diesem Jahr wieder das Finale im Weitsprung erreicht zu haben."
Am zweiten Tag sprintete Linda Krevert sich dann aber doch noch in ein Sprintfinale. Nach neuer persönlicher Bestzeit und neuem Landesrekord von 24,89 Sekunden im Vorlauf über 200 Meter, verbesserte sich Linda im B-Finale noch einmal auf 24,70 Sekunden (windunterstützt) und erreicht auch hier in der Endabrechnung einen sehr guten achten Platz.
Luca Willmann und Svea Kittner gingen ebenfalls über die halbe Stadionrunde an den Start. Luca Willmann erwischte einen schlechten Start in seinem Lauf und kam nach 21,93 Sekunden ins Ziel, womit er um nur neun Hundertstel Sekunden das mögliche Finale verpasste. Sprinttrainer Andrei Fabrizius dazu: „Luca hat das Finale auf den ersten 30 Metern verloren, auf denen er beinahe gestürzt wäre. Das hat ihm letztlich dann das Finale gekostet. Das ist sehr schade, Luca hat gut trainiert und hätte hier sicher eine gute Platzierung erreichen können."
Svea Kittner gab nach einer Bänderverletzung im Vorfeld der Saison ihr Comeback auf den 200 Metern. Sie lief 25,73 Sekunden im Vorlauf und konnte damit wichtige Wettkampfpraxis für die anstehenden Norddeutschen Meisterschaften in Berlin sammeln.
Damit können die Werderanerinnen und Werderaner auch bei den letzten Deutschen Einzel-Meisterschaften in diesem Jahr wieder drei Endkampfplatzierungen ihrer diesjährigen so positiven Bilanz beisteuern. Für die Jugendlichen der U16 und U20 stehen nun abschliessend noch die Norddeutschen Meisterschaften in Berlin in zwei Wochen an.
Kim Jokel
