Großartige Erfolge für Sprinter Fabian Netzlaff und Stabhochspringer Philip Kass. Beide Werder-Athleten sicherten sich bei den nationalen Jugend Titelkämpfen in Neubrandenburg mit hervorragenden Ergebnissen die Bronzemedaille.
Großartige Erfolge für Sprinter Fabian Netzlaff und Stabhochspringer Philip Kass. Beide Werder-Athleten sicherten sich bei den nationalen Jugend Titelkämpfen in Neubrandenburg mit hervorragenden Ergebnissen die Bronzemedaille.
Als besonders große Überraschung ist die 60-Meter Medaille von Fabian Netzlaff anzusehen. Der Sprinter, dessen persönliche Bestzeit bisher bei 6,93 sec lag, arbeitete sich in Neubrandenburg mit 6,99 sec im Vorlauf und 6,96 sec im Zwischenlauf ins Finale der besten acht U20 Sprinter Deutschlands. „Das war unser erstes Ziel“, so Trainer Andrei Fabrizius. „Dass sich Fabian in Finalrennen immer noch einmal steigern kann war mir klar. Eine solche Explosion wie heute war allerdings nicht unbedingt zu erwarten, freut mich aber natürlich um so mehr.“ In der Tat sorgte Netzlaff im Finale für einen echten Paukenschlag. In sensationellen 6,86 Sekunden überquerte der Werderaner die Ziellinie und sicherte sich damit jubelnd die Bronzemedaille.
Ebenso glücklich strahlte der seit dem Meeting in Potsdam frischgebackene 5-Meter Stabhochspringer Philip Kass. Als U18 Athlet demonstrierte er im Feld der U20 Springer sein ganzes Können und meisterte jeden seiner Versuche hoch konzentriert und selbstbewusst. Zwar reichte es dieses Mal nicht ganz zu einem 5-Meter Sprung, jedoch überwand der Schützling von Trainer Leszek Kass die zweitbeste Höhe seiner Karriere, nämlich 4,90. Dieses tolle Resultat bescherte Philip Kass die Bronzemedaille, der drittbeste Jugend Stabhochspringer in der Hallensaison kommt somit aus Bremen.
Maximilian Knief erwischte in Neubrandenburg nicht seinen besten Wettkampf in diesem Jahr. Seine übersprungene Höhe von 4,70m reichte dennoch zu einem sehr guten 5. Rang. „Man merkt schon wie groß die Erwartungen unserer Athleten mittlerweile geworden sind“, so Trainer Leszek Kass nach dem Wettkampf. „Beide Jungs wissen um ihre Stärke und wollen damit im Konzert der Besten immer vorne dabei sein. Das klappt nicht jedes Mal, dafür ist diese technische Disziplin zu komplex. Auf die Plätze 3 und 5 können Philip und Maxi aber sehr stolz sein und optimistisch auf die Sommersaison vorausschauen.“
Einen Podestplatz im Visier hatte auch Stina Seidler. Nach längerer Verletzungspause meldete sich die grün-weiße Stabhochspringerin in dieser Saison mit 4,02m eindrucksvoll in der deutschen U20 Spitze zurück.
Nachdem die mit der besten Höhe gemeldete Athletin in Neubrandenburg nach einem „Salto-Nullo“ schnell die Segel streichen musste, schien der Weg zum Titel für Stina frei zu sein. Dem war dieses Mal allerdings leider nicht so. Trotz großem Kampf überquerte die beste Bremerin aller Zeiten nur 3,80m, womit sie sich mit einem undankbaren vierten Platz begnügen musste. Ihr Blick richtete sich aber schnell nach vorne, denn „im Sommer steht die Weltmeisterschaft im Kolumbien an und da möchte ich unbedingt dabei sein und am besten eine neue persönliche Bestleistung springen“, so Seidler.
Denkbar knapp an den Medaillen vorbei sprang im Hochsprung der U20 Kerstin Geisweller. Ihre Höhe von 1,78m hatte in der Endabrechnung auch die Silbermedaillengewinnerin zu Buche stehen, jedoch entschied hier die Anzahl der im Laufe des Wettbewerbs gesammelten Fehlversuche über die Medaillen. Su musste sich die junge Werderanerin dieses Mal mit Rang 4 begnügen, was jedoch, trotz erster Enttäuschung direkt nach dem Wettkampf, als tolles Ergebnis zu werten ist.
Die drei weiteren Werder Athletinnen hinterließen bei ihren Debüts auf höchster nationaler Ebene in ihren jeweiligen Disziplinen einen sehr guten Eindruck. Celina Bentrup warf den Speer in der U20 auf 41,29m und reihte sich damit auf Rang 5 ein. Katharina Rocke und Finja Damaschke bestätigten auf der 60m Sprintstrecke in 7,95 sec sowie 7,98 sec ihre tolle Saisonform. Katharina Rocke hatte dabei das Pech, dass sie zeitgleich mit vier weiteren Athletinnen aufgrund eines Losentscheids den Zwischenlauf verpasste.
„Es waren sehr interessante, spannende und erfolgreiche Titelkämpfe für unsere Athletinnen und Athleten“, fasste es Sportwart Andrei Fabrizius zusammen. „Man hat wieder einmal gesehen, dass in der Leichtathletik viele überraschende Dinge passieren können, man keine Medaillen fest einplanen kann, dafür aber andere Medaillen überraschend erreicht werden. Genau das ist die große Faszination an unserem Sport.“
Olaf Kelterborn
