Knief springt auf Platz 4

Übersprang 4,60m und landete höhengleich mit dem Drittplatzierten auf Rang 4: Maximilian Knief (Foto: Jörg Großmann)
Leichtathletik
Montag, 11.08.2014 / 08:39 Uhr

Ein neuer Bremer 4x100m Landesrekord, eine neue Sprint-Bestzeit von Fabian Netzlaff und ein 4. Platz im Stabhochsprung für Maximilian Knief, das ist die tolle Bilanz der Jugend-DM in Bochum.

Ein neuer Bremer Landesrekord im Staffellauf der U18, eine neue persönliche Sprint-Bestzeit von Fabian Netzlaff und ein hervorragender vierter Platz im Stabhochsprung der U18 für Maximilian Knief, das ist die tolle Bilanz für Werders Leichtathleten bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Bochum/Wattenscheid.

Für den größten Erfolg und die persönlich beste Platzierung aller Zeiten bei Deutschen Meisterschaften sorgte U18-Stabhochspringer Maximilian Knief. Der Bremer Landesrekordhalter, der mit großen Hoffnungen und einer Vorleistung von 4,76m angereist war, erwischte am vergangenen Freitag einen guten Start in den Wettbewerb und meisterte die Höhen von 4,40m sowie 4,50m souverän. Ab der Höhe von 4,60m hatte Knief allerdings zunehmend Probleme mit der Anlaufgestaltung, so dass er diese Höhe erst im dritten Versuch meisterte. Da ihm im Anschluss keine weitere Höhe mehr gelingen sollte, landete er in der Endabrechnung auf dem vierten Rang. Für Rang Drei hätte er die 4,60m im ersten Versuch überspringen müssen. „Zunächst war Maximilian natürlich ziemlich enttäuscht, da er aufgrund seiner Ergebnisse in der laufenden Saison schon mit einer Medaille spekuliert hatte“ fasst es Trainer Leszek Kass zusammen, „allerdings muss man festhalten, dass dieser vierte Platz ein riesen Erfolg ist, die beste Platzierung für Maxi bei einer nationalen Meisterschaft und eine Bestätigung für eine tolle Saison.“

Der zweite Stabhochspringer, Philip Kass, hatte in Bochum etwas Pech. Bei keinem seiner drei Versuche über die Einstiegshöhe von 4,40m passte das Timing bzw. der Abstand zur Latte, so dass er ohne gültigen Versuch ausschied. Nach dem Wettkampf wich die Enttäuschung allerdings schnell, denn die Bundestrainerin Christine Adams lud sowohl ihn als auch Maximilian Knief zu einem Kaderlehrgang der Nationalmannschaft im Oktober 2014 ein.

Als Überraschung des Wochenendes entpuppte sich das 4x100m Staffelquartett der weiblichen Jugend U18. In der Besetzung Sarah Narloch, Katharina Rocke, Finja Damaschke und Klara Welcker, die allesamt ihre DM-Premiere feierten, gelang im Vorlauf eine um acht Zehntelsekunden schnellere Zeit als in der vergangenen Woche. Die Uhr stoppte nach 48,75 sec, womit sie als viertbestes Team ins Finale der besten acht Staffeln Deutschlands einzogen. Nebenbei verbesserten sie den bisherigen Bremer Landesrekord (49,16 sec) deutlich. „Die Mädchen haben toll gewechselt und wollten nach ihrem Vorlauf im Finale noch mehr riskieren“, so ihr Trainer Andrei Fabrizius. „Leider hat das nicht wie erhofft geklappt, so dass der Staffelstab beim ersten Wechsel verloren ging. Das schmälert aber ihre tolle Leistung nicht, auf die das Quartett richtig stolz sein kann.“ 

Ebenfalls im Sprint, auf der 100 Meter Einzeldistanz, gelang Fabian Netzlaff nach überstandenen gesundheitlichen Problemen der schnellste Lauf seiner bisherigen Karriere. 10,67 Sekunden im Vorlauf und 10,68 Sekunden im Zwischenlauf bedeuteten den Einzug ins U20 Finale, wo er auf regennasser Bahn in 10,86 sec als Achtplatzierter über die Ziellinie lief. Trainer Andrei Fabrizius war mit dem Auftritt Netzlaffs äußerst zufrieden „Vor einer Woche war noch unklar ob Fabian überhaupt starten kann, deshalb sind wir beide sehr glücklich mit den tollen Zeiten im Vor- und Zwischenlauf. Das Finale war unser Ziel und genau das hat Fabian erreicht. Dass ihm dort etwas die Kraft ausging war angesichts der letzten Wochen durchaus verständlich. Dennoch ist auch 10,86 sec eine Top-Zeit und der achte Platz ein sehr erfreuliches Ergebnis.“

Rahel Rüdel, die in der gleichen Altersklasse über 100m und 200m an den Start ging, hatte bei ihren Wettkampfauftritten etwas Pech in der „Windlotterie“. Während andere Vor- und Zwischenläufe nahezu bei Windstille stattfanden, hatte Rüdel sowohl über 100 Meter als auch über 200 Meter jeweils recht starken Gegenwind. Ihre Leistungen von 12,26 sec (Vorlauf) und 12,16 sec (Zwischenlauf/ 11. Gesamtplatz) über 100 Meter sowie 25,10 sec über 200 Meter (10. Gesamtplatz) können sich aber dennoch absolut sehen lassen und bestätigen ihre hervorragende Saisonform.

Im Hochsprung der U18 machte Kerstin Geisweller in Bochum Erfahrungen mit den besonderen Bedingungen bei Deutschen Meisterschaften. Nach einer sehr langen Callroomzeit von knapp 1,5 Stunden startete sie, trotz der langen Wartezeit, toll in den Wettkampf und meisterte die ersten Höhen vielversprechend. „An der Schlüsselhöhe von 1,71m, woran 8 Teilnehmerinnen scheiterten, blieb allerdings leider auch Kerstin hängen“, so Hochsprungtrainer Roman Fricke. In der Gesamtergebnisliste reihte sich Geisweller mit übersprungenen 1,68m auf Rang 11 ein.

Ihren ersten DM Auftritt in einer Einzeldisziplin meisterte Katharina Rocke im 100m Sprint der U18 erfolgreich. Die Nachwuchssprinterin lief 12,57 Sekunden und verpasste damit nur knapp den Zwischenlauf.

Olaf Kelterborn

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