Auch in Bremen hatte an diesem Wochenende das Wetter die Macht und verhinderte bessere Leistungen bei der diesjährigen Werder-Gala.
Auch in Bremen hatte an diesem Wochenende das Wetter die Macht und verhinderte bessere Leistungen bei der diesjährigen Werder-Gala.
Es war eine Kopie des Vorjahres. Sehr widrige Witterungsbedingungen bei elf Grad und viel Wind brachten die Leichtathleten bei der 3. Werder-Gala, Bremens größtem Meeting, um gute Leistungen und Qualifikationsnormen für die anstehenden Meisterschaften.
„Wir können uns aber noch glücklich schätzen, wenn man sieht, dass Meetings in Jena und Zeulenroda abgesagt werden mussten. Das anhaltend schlechte Wetter bringt die Athleten nun jedoch in große Not, ihre angestrebten Normen zu erreichen", kommentierte Werders Wettkampfleiter und Meetingorganisator Kim-Christoph Jokel. Erfreuen konnte die Gastgeber lediglich, dass einige Athleten des SV Werder den Umständen trotzten und Top-Leistungen auf die Bahn zauberten.
Ein Beispiel für die Wetter-Tristesse war der mit Spannung erwartete Hochsprungwettbewerb der Männer. Überhaupt nur drei Springer wagten sich an den Start, Deutschlands Bester aus 2012, Eike Onnen von der LG Hannover gewann mit nur zwei gültigen Sprüngen und einer Höhe von 2,05 Metern - weit entfernt vom Meeting-Rekord, der bei 2,20 Metern verbleibt. Onnens Vereinskamerad Maximilian Gilde gewann den Weitsprung mit ordentlichen 7,40 Metern. Bei den Frauen nahm Jung-Talent Lena Malkus (SC Preußen Münster) gleich Abstand von einem geplanten Weitsprungstart. Statt dessen gewann sie die 200 Meter in passablen 24,50 Sekunden vor ihrer Vereinskollegin Maren Silies in 25,18 Sekunden.
Für die Highlights aus Bremer Sicht sorgten zwei weibliche Staffeln des SV Werder. Die A-Norm für die Deutschen Meisterschaften Anfang Juli in Ulm von 48,30 Sekunden unterboten Ruth Krause, Linda Krevert, Rahel Rüdel und Svea Kittner über 4x100 Meter in 47,94 Sekunden deutlich und siegten vor Preußen Münster. Auch die U16-Staffel des SV Werder mit Stina Seidler, Katarina Rocke, Finja-Marie Damaschke und Josephine Hildebrandt trumpfte auf. Das grün-weiße Quartett lief als erste Bremer Staffel in dieser Altersklasse mit 49,71 Sekunden unter die 50-Sekundenmarke. Diese Landesrekordzeit hätte die Bremer im vergangenen Jahr unter die besten fünf deutschen Teams gebracht. Die Sprinterinnen Svea Kittner und Rahel Rüdel konnten sich in der 100m-Frauenkonkurrenz durchsetzen und belegten die ersten beiden Plätze. Mit ganz besonders schweren Bedingungen hätten die 400m-Hürdenläufer zu kämpfen. Mit Christian Siegmund konnte sich jedoch auch hier ein Grün-Weißer durchsetzen und bestätigte seine gute Leistung aus der Vorwoche. Im Hochsprung der weiblichen U18 konnte Mareike Max als U16-Athletin mit den älteren mithalten und überquerte gute 1,63 Meter. Nur die Anzahl der Fehlversuche verhinderte bei ihr einen weiteren grün-weißen Sieg.
Marc Gogol / Kim Jokel
