Werders Sprinterinnen überzeugten bei den Deutschen Meisterschaften in Leipzig sowohl über 60 Meter als auch über 200 Meter. Auf der Hallenrunde gelang beiden Athletinnen der Sprung in die nationale Top-10.
Werders Sprinterinnen überzeugten bei den Deutschen Meisterschaften in Leipzig sowohl über 60 Meter als auch über 200 Meter. Auf der Hallenrunde gelang beiden Athletinnen der Sprung in die nationale Top-10.
Rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt der Hallensaison befanden sich Svea Kittner und Sandra Dinkeldein in absoluter Bestform. Dies zeigte sich bereits im Vorlauf über 200 Meter, wo beiden Werderanerinnen eine neue persönliche Bestzeit gelang. Kittner sprintete als Achte in 24,41 sec ins Finale und ihre Mannschaftskollegin Sandra Dinkeldein kratzte mit 24,06 sec und Rang 7 sogar erstmals an einer 23er Zeit. Im Finale tauschten die Sprinterinnen dann die Plätze. Kittner bestätigte mit 24,44 sec ihre sehr gute Vorlaufzeit und reihte sich damit auf Rang 7 direkt vor Dinkeldein ein, die nach 24,48 sec die Ziellinie überquerte. „Sandra hat im Finale auf den ersten Metern nicht ganz so gut in den gewohnten Rhythmus gefunden“, so ihr Trainer Andrei Fabrizius nach dem Rennen. „Die Platzierungen von ihr und von Svea sind aber ein riesiger Erfolg für uns alle, schließlich gab es an diesem Wochenende in ganz Deutschland nur sechs Athletinnen, die schneller waren als unsere zwei Grün-Weißen.“
Bereits einen Tag zuvor gingen beide Sprinterinnen auf der 60-Meter Kurzdistanz an den Start. Und auch hier lieferten sie eine sehr gute Vorstellung ab. Unbeeindruckt von den sehr schnellen Vorlaufzeiten der besten fünf Athletinnen Deutschlands zogen Dinkeldein als Zwölfte in 7,50 sec und Kittner als 16. in 7,58 sec in die Zwischenläufe ein. Dort verbesserte sich Sandra Dinkeldein nochmals auf 7,47 sec und bestätigte in der Endabrechnung ihren 12. Platz. Svea Kittner lief exakt die gleiche Zeit wie im Vorlauf und landete mit 7,58 sec auf Platz 15.

Nicht seinen besten Tag erwischte Bremens bester Sprinter, Fabian Netzlaff, auf seiner 60-Meter Paradestrecke. Nach 6,94 sec im Vorlauf musste er das selbst gesteckte Ziel Zwischenlauf schneller zu den Akten legen als ihm lieb war. „Der nicht optimale Start hat es ausgemacht“, so Andrei Fabrizius, der zutreffend feststellte, dass „die 60 Meter leider zu kurz sind um nach einem kleinen Fehler noch etwas aufzuholen“. Besser lief es auf der 200 Meter Distanz. Hier zeigte Netzlaff mit 22,02 sec eine gute Vorstellung und platzierte sich im Feld der besten Athleten Deutschlands auf Rang 17 sicher in den Top-20 Rängen.
Rahel Rüdel hatte bei ihrem Start über 200 Meter etwas Pech. Zwar lief sie in 24,70 sec eine für sie sehr gute Zeit, die kurz nach dem Rennen aber wieder gestrichen wurde. Rüdel hatte in einer Kurve leicht die Linie ihrer Laufbahn berührt und wurde den Regeln entsprechend nachträglich disqualifiziert. „Das war natürlich schade für Rahel, aber auch so etwas kann einfach mal passieren“, so Andrei Fabrizius, der insgesamt aber ein zufriedenes Fazit der Deutschen Meisterschaften zog: „Wir sind gut vorbereitet nach Leipzig gekommen und alle Aktiven waren in einer super Form. Wie die einzelnen Rennen dann laufen und wie sehr dem einen oder anderen die Nervosität einen Streich spielt, das kann man vorher nie so genau wissen. Aber besonders Sandra und Svea haben eine ganz tolle Meisterschaft absolviert, auf die sie stolz sein können. Nun bereiten wir uns konzentriert und intensiv auf den Sommer vor.“
