Werders Hochspringerin Mareike Max sorgte beim Saisonhighlight der U20 in Dortmund mit dem Gewinn der Silbermedaille für das beste Resultat aus grün-weißer Sicht. Stina Seidler gewann zudem Bronze im Stabhochsprung.
Werders Hochspringerin Mareike Max sorgte beim Saisonhighlight der U20 in Dortmund mit dem Gewinn der Silbermedaille für das beste Resultat aus grün-weißer Sicht. Stina Seidler gewann zudem Bronze im Stabhochsprung.
Die Titelkämpfe begannen famos, denn Mareike Max, die in den vergangenen Wochen bereits top in Form war, meisterte im Hochsprung eine Höhe nach der anderen im ersten Versuch. Damit setzte sie sich von Beginn an in der Spitze des Feldes fest und ließ diese bis zuletzt nicht aus den Augen. Zwar scheiterte die Athletin von Trainer Roman Fricke an aufgelegten 1,81m, die im ersten Versuch überquerten 1,78m bedeuteten jedoch zur Freude aller Beteiligten Silber in Deutschland. „Als ich realisiert habe, dass ich mit einer Medaille nach Hause fahren werden, war ich unglaublich happy“, so die talentierte Springerin von der Weser im Anschluss. Als besondere Belohnung wurde sie in den Kader für den U20 Länderkampf in Padova (Italien) nominiert. „Der Bundestrainer muss allerdings noch einige organisatorische Dinge klären, da ich zu der Zeit viele Klausuren in der Schule schreiben. Mitfahren würde ich natürlich liebend gerne“, so Max.
Ihre Mannschaftskollegin Kerstin Geisweller erwischte leider nicht ihren besten Tag und musste bereits bei überquerten 1,68m die Segel streichen (Platz 9).
Als dritte Springerin, allerdings im Stabhochsprung, ging Stina Seidler am Samstag an den Start. Die als Favoritin zu den Deutschen Meisterschaften angereiste Athletin konnte in Dortmund nicht ganz an ihre Vorwochenleistung anknüpfen, wo sie mit 4,10m eine neue deutsche Jahresbestleistung aufstellte. In Dortmund „kämpfte sie sich ein wenig durch den Wettkampf“, wie ihr Trainer Leszek Kass es beschrieb. Ihre Routine und Wettkampferfahrung führte letztlich dazu, dass sie trotz aller Schwierigkeiten die sehr gute Höhe von 3,90m meistern konnte und sich damit Bronze sicherte. Kim-Michelle Schwenke belegte bei ihrem DM-Debüt mit 3,55m Rang 8.
Am zweiten Wettkampftag standen zunächst die Sprinterinnen im Mittelpunkt. Während für Finja Damaschke nach guten 7,90 sec im Vorlauf Endstation war, trumpfte mit Katharina Rocke eine weitere Grün-Weiße groß auf. Die Athletin von Trainer Andrei Fabrizius verbesserte im Vorlauf ihre persönliche 60m Bestzeit auf 7,76 sec und steigerte diese im Zwischenlauf nochmals auf tolle 7,70 sec. In der Endabrechnung belegte Rocke damit Rang 11 und verpasste den Endauf der besten acht U20 Sprinterinnen Deutschlands nur sehr knapp.
Parallel zu den Sprints stellten die männlichen Stabartisten ihr Können unter Beweis. Nach überstandener Verletzungspause im Vorfeld der Deutschen Meisterschaften fand Philip Kass gut in den Wettkampf hinein und belegte mit übersprungenen 4,90m einen guten vierten Rang. „Schade dass es nicht zu einer Medaille gereicht hat, denn der Drittplatzierte hatte ebenfalls 4,90m überquert, allerdings im ersten und nicht wie ich im zweiten Versuch. Daran sieht man, dass im Stabhochsprung immer alles optimal zusammenpassen muss wenn man in die Top 3 springen will. Und da passte eben heute nicht komplett alles“, so Kass nach dem Wettkampf. Noch etwas weniger gelang dem ebenfalls mit großer Motivation angereisten Maximilian Knief. Er musste sich mit 4,70m und Rang 6 zufrieden geben.
Für einen tollen Meisterschaftsschlusspunkt sorgte Tobias Tedsen über 400 Meter. Seine super Zeit von 49,51sec im Vorlauf reichte für den A-Endlauf, in dem er sich auf der ungünstigen Bahn 1 wacker schlug. Nach einer couragierten ersten Hallenrunde ging er denkbar knapp als Vierter in die zweite Runde, in der alle Aktiven auf der Innenbahn laufen. Trotz mehrfachem Angriff auf den Drittplatzierten kam Tedsen nicht mehr vorbei und war im Ziel dennoch zufrieden mit einem ausgezeichneten vierten Platz in Deutschland.
„Mit den Meisterschaften können wir insgesamt sehr zufrieden sein. An der ein oder anderen Stelle wäre mit etwas Glück zwar vielleicht auch noch mehr drin gewesen, aber so ist das im Sport. Wir nehmen auf jeden Fall eine Menge Motivation für den Sommer mit“, so Sportwart Andrei Fabrizius.
