Sich bei Angriffen oder ungewollten Annäherungen erfolgreich zur Wehr zu setzen - verbal und auch mit verschiedenen Techniken - stand dabei im Mittelpunkt. "Distanz halten, Grenzen setzen, laut und unangenehm werden", gab Kunze den Spielerinnen als Verhaltensregeln mit auf den Weg. Und: "Frauen, die sich bei Übergriffen nicht wehren, haben schon verloren."
Auch wenn es an diesem Abend um Situationen außerhalb des Spielfelds ging: Für Werder-Trainer Jörg Leyens ist der Selbstbehauptungskurs keine zufällige Zugabe zum ‚normalen' Trainingsalltag. Leyens sagt: "Ich möchte sehen, wer sich auch dabei richtig engagiert. Denn solche Aktionen können einen wichtigen Beitrag zum Teambuilding leisten." Und schließlich seien die Parallelen zu erfolgreichem Handball-Spiel unverkennbar: "Auch da gilt es, dem Gegner Grenzen aufzuzeigen, sich zur Wehr zu setzen und laut zu werden", weiß der erfahrene Coach und schiebt schmunzelnd nach: "Natürlich nur mit erlaubten Mitteln."
Gerade in der neuen Saison, so Leyens, seien Teamgeist und Leidenschaft enorm wichtig für seine Mannschaft: "Wir haben einen kleinen, aber sehr leistungsstarken Kader und müssen an unsere Grenzen gehen, um uns in der Oberliga zu behaupten." Los geht es für die ‚Zweite' am Sonntag, 16.09.2012, um 16.00 Uhr mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger HSG Schwanewede/Neuenkirchen.
Informationen zu den Kursen ‚Nicht mit mir! Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Mädchen und Frauen' gibt es bei Frank Kunze (Tel.: 04 21 - 362 38 02, E-Mail: frank.kunze@polizei.bremen.de).